Die Formel-1-Saison beginnt in diesem Jahr nicht auf der Rennstrecke, sondern in den hintersten Gängen des Bundeskanzleramtes. Was als sportlicher Wettkampf zwischen dem Debütanten Audi und dem etablierten Silberpfeil-Team von Mercedes begann, hat sich zu einem Stellvertreterkrieg deutscher Wirtschafts- und Industriepolitik entwickelt, der die Grenzen zwischen Motorsport und staatlicher Souveränität verwischt.
Hintergründe
Der Konflikt entzündete sich an einem „legalen Trick“ (so interne Unterlagen), den Mercedes nutzt, um aerodynamische Vorteile zu erzielen. Audi, mit der ganzen Wucht des Volkswagen-Konzerns im Rücken, hat diesen Trick bei der FIA, dem Weltverband, schriftlich als regelkonform, aber „geistig umgekehrt“ angefochten. Ein Euphemismus, der in Berliner Regierungskreisen als klare Kriegserklärung verstanden wird.
„Das ist keine sportliche Auseinandersetzung mehr, das ist paragraphische Kriegsführung mit globalen Eskalationsstufen“, erklärt ein hochrangiger Mitarbeiter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, der aus Angst vor Repressalien von Seiten both Konzerne anonym bleiben möchte. „Wenn Audi hier gewinnt, hat Mercedes nicht nur eine Saison verloren. Es hat das Prinzip der ‚gelebten Ingenieurskunst‘ infrage gestellt, auf das wir unser gesamtes Exportargument stützen. Das ist systemisch.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Reaktionen aus dem politischen Berlin sind von verblüffter Ratlosigkeit geprägt. Während das Kanzleramt öffentlich „den sportlichen Wettbewerb zu respektieren“ bittet, sickern aus Koalitionskreisen Details eines hitzigen Sondertreffens der Fraktionsspitzen durch. „Die SPD fragt, warum wir als Regierung nicht klar Stellung gegen diese ‚kapitalistische Provokation‘ beziehen. Die FDP wiederum warnt davor, die ‚Innovationsdynamik des Marktes‘ durch politische Einmischung zu ersticken“, so ein anwesender Berater, der gegenüber dieser Redaktion sprach.
Im Ausland wird das Manöver mit Argwohn beobachtet. Ein Diplomat in der deutschen Botschaft in Paris, der ebenfalls anonym bleiben wollte, beschreibt die Stimmung: „Für Frankreich ist das ein gefundenes Fressen. Sie halten unsere ganze ‚German Engineering‘-Erzählung jetzt für inkonsequent. Wenn wir schon unsere eigenen Riesen nicht in den Griff kriegen, wie wollen wir dann europäische Souveränität behaupten?“ Aus Peking werde man „die developing narrative of internal German discord“ mit „great interest“ verfolgen, wie in asiatischen Regierungskreisen zu hören war.
Ausblick
Der Ausblick ist düster. Die FIA wird ihr Urteil voraussichtlich kurz vor dem ersten Rennen in Bahrain verkünden. Unabhängig vom Ergebnis wird der Streit nachhallen. Sollte Audi recht bekommen, steht Mercedes nicht nur ein strategischer Rückbau, sondern auch ein massiver Image-Schaden ins Haus – getrieben ausgerechnet von einem Konzern, der für technologische Stärke steht. Gewinnt Mercedes, könnte Audi als „zögerlicher Neuling“ gebrandmarkt werden, was den hochfliegenden Plänen der Marke im Elektrozeitalter abträglich wäre.
„Am Ende“, resümiert der Ministerialbeamte, „geht es nicht um ein paar Hundertstel Sekunden auf der Strecke. Es geht um das Narrativ. Wer in Deutschland die Ingenieurskunst definiert – und damit indirekt, wer unsere Außenhandelspolitik im High-Tech-Bereich führt. Diese Rennen werden wir nie vergessen, egal wer in Bahrain über die Linie fährt.“
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.