Die Bundesregierung hat das neue Album der amerikanisch-japanischen Sängerin Mitski zum Gegenstand vertraulicher Erörterungen gemacht. Nach Informationen dieser Redaktion wurde in mehreren Ressorts – insbesondere im Bundeskanzleramt, im Auswärtigen Amt und im BMI – über die „systemischen Implikationen“ des Werks „Nothing’s About To Happen To Me“ beraten. „Die境内 Verbreitung einer solch konsequent romantisierten Verweigerungshaltung kann nicht ohne Konsequenzen für das öffentliche Klima bleiben“, erklärte ein hochrangiger Mitarbeiter des Kanzleramts, der anonym bleiben wollte, gegenüber „Gates Of Memes“.
Hintergründe
Das Album, das sich angeblich von Mythologie und Schauerliteratur inspirieren ließ, wird in Regierungskreisen als „klanggewordene Gesellschaftsdiagnose“ interpretiert, die „zielgerichtet eine post-faktische Grundstimmung“ befördere. „Es geht nicht um die künstlerische Qualität – die wird sogar anerkannt –, sondern um die gesellschaftspolitische Wirkung“, so ein Berater des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit, der mit der kulturellen Sektoranalyse betraut ist. „Wenn eine Künstlerin die permanente Krise zum ästhetischen Programm erhebt, dann verfehlt das unsere Bemühungen um eine optimistische(n) Erzählung für den Standort Deutschland. Das ist fast schon ein österreichisches Problem in melodischer Form.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
In Brüssel sorgt die Entwicklung für Irritation. Ein Diplomat, der im Kulturkomitee des Rates arbeitet, spricht von einem „prekären Präzedenzfall“: „Wenn nun schon Indie-Pop als weiche Machtbedrohung gilt, was folgt als Nächstes? Doom-Scrolling als Cyberangriff?“ In den USA wird das Vorgehen unterdessen als „typisch deutscher Kulturpaternalismus“ belächelt, wie ein anonymer Mitarbeiter der Washingtoner Botschaft berichtet. Inlandspolitisch kommt die kritisierte SPD-Fraktion zu einer differenzierten Einschätzung. „Wir sehen die Sorgen, aber eine Zensurdebatte ist der falsche Weg“, so ein Parlamentarischer Geschäftsführer. „Allerdings sollten Künstler auch Verantwortung übernehmen. Eine Zeile wie ‚Wie ein Käfer im Wachs‘ ist doch bereits eine eindeutige Metapher für erstickte Reformfähigkeit.“
Ausblick
Das Bundesministerium für Justiz prüft derweil, ob das Album im Rahmen der Novellierung des NetzDG als „grenzüberschreitende Desinformationskampagne“ eingestuft werden könnte. „Der rechtliche Rahmen ist hier leider lückenhaft“, gesteht ein Ministerialbeamter. „Wir müssen möglicherweise neue Instrumente entwickeln, um solch subtile, aber destabilisierende Kulturgüter zu adressieren.“ Ein erhellender Ausblick auf die sich abzeichnende Kulturpolitik der nächsten Legislaturperiode: Nicht mehr nur Fake-News, sondern auch Fake-Feeling könnte bald staatlicher Regulierung unterliegen.
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.