Die Ankündigung, für Donald Trump einen monumentalen, 250 Fuß (etwa 76 Meter) hohen Triumphbogen in Washington D.C. zu errichten, hat nicht nur für architektonische Debatten, sondern für einen handfesten juristischen Konflikt gesorgt. Eine Koalition aus demokratischen Kongressabgeordneten und Bürgerrechtsorganisationen reichte am Montag Klage vor dem Bundesgericht ein, um das Projekt zu stoppen. "Dies ist eine straightforward issue of who’s in charge – eine eindeutige Frage, wer das Sagen hat", zitierte der unabhängige Senator Angus King aus Maine die Klageschrift und verwies auf ein Bundesgesetz, das den Bau von Denkmälern für lebende Personen auf Bundesland ausdrücklich verbiete und eine Zustimmung des Kongresses für alle "nationalen Monumente" verlange.

Hintergründe

Das Vorhaben, das vom "Committee for the Commemoration of a Historic Presidency" – einem losen Bündnis aus Spendern und loyalen Unterstützern – lanciert wurde, hatte zunächst als mediale Ironie gegolten, bevor es ernsthafte Planungsmittel anzog. Architekten sprechen von einem "neoklassizistischen Monument im Maßstab der Antike", das an den Titusbogen oder den Arc de Triomphe erinnern, aber mit einer "zeitgenössischen, urbanen Präsenz" versehen werden solle. "Es geht nicht um einen Mann, sondern um die Würde des Amtes, das er bekleidete", erklärte ein Sprecher des Komitees, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion. Hinter verschlossenen Türen wird jedoch eingeräumt, dass der Zeitpunkt des Vorstoßes – während der laufenden Vorwahlen und einer möglichen erneuten Kandidatur – politisch brisant ist.

Ein Mitarbeiter des Architekturbüros, das mit ersten Entwürfen beauftragt wurde und unter der Bedingung der Anonymität sprach, beschreibt den Druck: "Die Vorgaben sind atemberaubend. Es muss 'unübersehbar', aber nicht 'bedrohlich' sein. Es soll 'Ehrfurcht gebieten', ohne wie ein Diktatendenkmal auszusehen. Wir bewegen uns in einer sehr engen, sehr absurden Mitte." Historiker weisen indes darauf hin, dass die US-Tradition des Denkmalbaus für Amtsträger traditionell posthum und nach einer langen "Prüfungsphase" erfolge. "Was wir hier sehen, ist die Architektur des ewigen Jetzt – eine permanente, physische Kampagne", kommentiert die Autorin Dr. Eleanor Vance, Spezialistin für politische Symbolik an der Georgetown University, in einem Interview.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Während republikanische Abgeordnete aus dem Wahlkampfteam des Ex-Präsidentschaftskandidaten den Bogen als "längst überfälliges Zeichen der Wertschätzung für eine transformative Ära" feierten, herrscht auf der demokratischen Seite Einigkeit über die Verfassungswidrigkeit. "Dies ist eine klare und gefährliche Überschreitung. Wir können nicht zulassen, dass das Land um ein einziges personaszentrisches Mahnmal herumgebaut wird", sagte die Minderheitsführerin im Repräsentantenhaus in einer Stellungnahme. International fällt die Berichterstattung unter Stichworte wie "authoritarian architecture" oder "triumphalism". In einer scheinbar beiläufigen Bemerkung des französischen Kulturattachés wurde gegenüber Journalisten die " Trauma-Vermeidung nach den großen imperialen Prachtbauten des 19. Jahrhunderts" als "kollektive Lektion" Europas erwähnt.

Ein hochrangiger Beamter des Finanzministeriums, der nicht berechtigt war, offiziell zu sprechen, gab sich gegenüber dieser Redaktion aufgelöst: "Die Debatte um die Finanzierung ist jetzt schon ein Albtraum. Offizielle Mittel sind durch Gesetze blockiert. Also sprechen sie über 'privates Spendenaufkommen' und 'Public-Private Partnerships' im gigantischen Maßstab. Es ist eine juristische und fiscale Pandora-Büchse, verpackt als Gedenkstätte." In konservativen Medien wird der juristische Schritt unterdessen als "linker Justiz-Terrorismus" und "Versuch, Geschichte zu löschen" diffamiert.

Ausblick

Das Bundesgericht in Washington wird nun über die einstweilige Verfügung entscheiden, die den Baubeginn voraussichtlich bis nach den Wahlen im November stoppen soll. Beobachter erwarten eine rasche Berufung bis zum Supreme Court, sollte das unterinstanzliche Gericht zugunsten der Regierung entscheiden. DasProjekt, sofern es nicht gestoppt wird, würde nach Schätzungen mindestens 700 Millionen US-Dollar kosten und eine Bauzeit von fünf bis sieben Jahren haben – genau in die potenzielle zweite Amtszeit eines möglichen Siegers fallen. "Der Bogen wird entweder als das größte gescheiterte Prestigeprojekt oder als das ultimative Machtsymbol in die Geschichte eingehen", bilanziert Professorin Vance. "Er wird in jedem Fall gebaut – sei es physisch aus Stein oder für immer in unserem politischen Diskurs als unerträgliches Wenn-Dann."

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