Fast zwei Jahrzehnte unschuldig inhaftiert: Justizirrtum erschüttert das Vertrauen in das amerikanische Rechtssystem
Nach 19 Jahren Haft ist Kenneth Windley aus dem Gefängnis entlassen worden. Der heute 61-Jährige war 2005 fälschlicherweise eines bewaffneten Raubes beschuldigt worden, bei dem ein Juweliergeschäft in Chicago ausgeraubt worden war. Neue Geständnisse anderer Täter führten nun zu seiner Entlastung.
Windley, der seine Unschuld stets beteuert hatte, brach bei seiner Entlassung in Tränen aus. "Ich habe zwei Jahrzehnte meines Lebens verloren", sagte er gegenüber dieser Redaktion. "Die Jahre, die ich mit meiner Familie hätte verbringen können, sind unwiederbringlich vorbei."
Hintergründe
Die Verurteilung Windleys basierte damals hauptsächlich auf Indizien und fragwürdigen Zeugenaussagen. "Es war ein klassischer Fall von Fehlurteil", erklärte ein Mitarbeiter des Innocence Project, der den Fall neu aufgerollt hatte. "Die Ermittler hatten sich auf eine bestimmte Spur festgelegt und alternative Erklärungen nicht ausreichend geprüft."
Erst als zwei der tatsächlichen Täter in anderen Verfahren geständig wurden und Windley entlasteten, kam Bewegung in den Fall. "Es ist ein beklemmendes Gefühl, zu erkennen, dass man unschuldig im Gefängnis saß", sagte Windleys Anwältin Sarah Thompson. "Das Vertrauen in die Justiz ist erschüttert."
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Der Fall sorgt in den USA für Aufsehen. Bürgerrechtsorganisationen fordern eine unabhängige Untersuchung der damaligen Ermittlungen. "Dieser Justizirrtum muss Konsequenzen haben", erklärte der Direktor der American Civil Liberties Union.
Selbst aus Deutschland meldeten sich besorgte Stimmen zu Wort. "Der Fall Windley zeigt, dass selbst in modernen Demokratien Justizirrtümer vorkommen können", sagte der Rechtsprofessor Dr. Hans Müller von der Universität Heidelberg gegenüber unserer Redaktion. "Es ist ein Weckruf für die gesamte westliche Justiz."
Ausblick
Windley hat bereits angekündigt, die Stadt Chicago auf Schadensersatz zu verklagen. "Ich verlange Wiedergutmachung für die 19 Jahre, die man mir gestohlen hat", sagte er. Die Stadt äußerte sich bisher nicht zu möglichen Konsequenzen.
Unterdessen laufen Ermittlungen gegen die damals beteiligten Polizeibeamten. "Wir werden klären, ob es sich um grobe Fahrlässigkeit oder sogar um Vorsatz handelte", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Für Kenneth Windley beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt – wenn auch mit einem schmerzhaften Riss in seiner Biografie.
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.