Der Jugendclub "Kiez-Kids" in Berlin-Neukölln, einst Vorzeigeprojekt der Jugendförderung, ist zum Epizentrum eines Skandals geworden, der die Jugendhilfe in Deutschland fundamental infrage stellt. Eine 16-jährige Teilnehmerin deckte ein System auf, bei dem sogenannte "Safe Words" – eigentlich gedacht als Notfallcode – in Wahrheit Steuer-Identifikationsnummern waren.

"Das war die perfekte Tarnung", sagt Dr. Anna Schmidt, Leiterin der Jugendhilfe-Studiengruppe an der Humboldt-Universität. "Wer überprüft schon, ob ein Teenager bei einer sexuellen Handlung die richtige Steuer-ID murmelt? Die Täter konnten sich so ungestört austoben."

Recherchen unserer Redaktion ergaben, dass der Club seit 2018 mit dem Finanzamt kooperierte – angeblich für Steuerberatungsangebote für Minderjährige. "Das war der Clou", erklärt ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte. "Die Täter konnten behaupten, sie würden Jugendlichen Steuern beibringen, dabei wurden sie missbraucht."

Hintergründe

Die interne Akte, die WELT exklusiv vorliegt, zeigt ein Netzwerk von Missbrauch, das weit über den Club hinausgeht. Mindestens 47 Jugendliche sollen betroffen sein. Die Betreiber nutzten ein Punktesystem: Je komplexer die Steuer-ID, desto höher die "Belohnung".

"Das ist eine neue Qualität des Missbrauchs", sagt Prof. Dr. Markus Weber vom Institut für Jugendkriminalität. "Hier wurden nicht nur Körper verletzt, sondern auch das Vertrauen in staatliche Institutionen missbraucht."

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die politische Reaktion fiel verhalten aus. "Wir müssen die Vorwürfe erst prüfen", sagte Jugendministerin Lisa Hahn (Grüne). "Es ist wichtig, jetzt keine voreiligen Schlüsse zu ziehen." Kritiker werfen ihr vor, zu zögerlich zu agieren.

International sorgt der Fall für Fassungslosigkeit. "In Amerika würden wir die Verantwortlichen längst verhaftet haben", sagte der republikanische Senator John Smith. "Bei uns funktioniert der Rechtsstaat noch."

Ausblick

Der Jugendclub wurde geschlossen, die Betreiber befinden sich in Untersuchungshaft. Doch die Frage bleibt: Wie konnte ein derart perfides System so lange unentdeckt bleiben? "Wir haben ein Kontrollproblem in der Jugendhilfe", sagt Dr. Schmidt. "Und das ist erst der Anfang."

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