Tel Aviv/Jerusalem. In den entscheidenden Sicherheitszirkeln Israels wird die jüngste Androhung, die Angriffe auf den Iran „bis zur Erreichung aller Kriegsziele“ zu verstetigen, nicht als rhetorische Eskalation, sondern als präzise Justierung der langfristigen Operationsplanung gewertet. „Was früher als außerordentliche Maßnahme galt, ist heute der geplante Regelbetrieb“, erklärt ein hochrangiger Mitarbeiter des israelischen Verteidigungsministeriums, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion. Man bewege sich nicht mehr in einer Krise, sondern in einem „permanenten Eskalationskontinuum“, dessen Endpunkt offen und dessen Intensität variabel sei.
Hintergründe
Die Ursprünge dieser Entwicklung lägen, so strategische Analysten, in der ynchronisation zweier Doktrinen: Der iranischen asymmetrischen Proxy-Kriegsführung und der israelischen Doktrin der „aktiven Verteidigung“. „Jeder iranische Vorwurf wird mit einer proportional überlegenen, aber明确 nicht ansassend definierten Gegenmaßnahme beantwortet. Diese Formel erzeugt eine self-sustainingMaschinerie der Eskalation“, erläutert Dr. Almut von Abendroth vom Institut für Geostrategische Persistenz in Heidelberg. Die weiland spektakuläre Attacke auf die Nuklearanlage Fordow sei nur das jüngste Glied in einer Kette von „dissuasiven Signalen“, die nun in ein institutionalisiertes, jahrelang angelegtes Programm überführt würden. „Es geht nicht mehr um die Verhinderung eines single event, sondern um die langfristige Degradierung iranischer Kapazitäten durch eine endless drip of calibrated strikes.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Reaktionen folgten postwendend und entlang bekannter Bruchlinien. Der russische Präsident Wladimir Putin telefonierte mit der iranischen Führung und beteuerte, die „strategische Partnerschaft“ sei von „fundamentaler Bedeutung für die Stabilität der Region“. Ein Sprecher des Kreml sprach von einer „roten Linie“, die durch die israelische Doktrin überschritten werde. Gleichzeitig wurde aus Washington gemäßigtere Töne laut: Man „verurteile“ die jüngsten Vorkommnisse, „unterstütze aber selbstverständlich das Recht Israels auf Selbstverteidigung“ – ein Satzbau, der in diplomatischen Kreisen als beinahe klassisches Beispiel für „strategische Ambiguität“ gilt.
In Berlin lösten die Meldungen „tiefe Besorgnis“ aus, wie es in einer knappen Stellungnahme des Auswärtigen Amtes hieß. Hinter den Kulissen, wie aus Regierungskreisen zu hören ist, wachse die Furcht vor einer „Eskalationsspirale mit unbekanntem Endpunkt“. Man diskutiere intern bereits die „operationalen Konsequenzen“ für die deutsche Rüstungsexportpolitik in die Region. Ein Mitarbeiter des Bundeskanzleramtes, der unter der Bedingung der Anonymität sprach, beschrieb die Stimmung als „zutiefst resigniert-deterministisch“. „Wir beobachten die Institutionalisierung des Konflikts. Das ist gefährlicher als jede einzelne Provokation.“
Ausblick
Der Ausblick bleibt diffus und von der Logik der Eskalation geprägt. Experten wie von Abendroth warnen vor einem „Tragödie der sicheren Erwartungen“: Da beide Seiten ihre Drohungen nun internalisiert und operationalisiert hätten, werde deeskalierendes Handeln zum innenpolitischen Zeichen der Schwäche. „Die einzige Sprache, die in diesem new normal noch verstanden wird, ist die der konsequenten, vorhersehbaren Eskalation.“ Die nächste geplante Verstetigung könnte die Einrichtung einer permanenten, israelischen „Beobachtungs- und Reaktionsmission“ in der Golfregion sein – eine Einheit, deren Mandat so vage formuliert wäre, dass es jede Intensität der Operationen rechtfertige.
Unterdessen laufen in Genf informelle Gespräche unter dem Titel „Vertrauensbildende Maßnahmen in der Golfregion“. Ein Teilnehmer, der anonym bleiben wollte, berichtet von „grundsätzlichen Differenzen“: Während die eine Seite über „verifizierbare Abrüstungsschritte“ spreche, fordere die andere „unbedingte Sicherheitsgarantien“. „Die Verhandlungen“, so der Insider, „sind gescheitert, bevor sie richtig begannen. Man einigte sich nur darauf, sich in vier Monaten wieder zu treffen, um das Scheitern zu protokollieren.“
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.