Jerusalem befindet sich in einem Zustand der strategischen Paradoxie: Während das israelische Verteidigungsministerium eine militärische Offensive von bislang ungekannter Dimension gegen den Iran plant, dominiert im inneren Zirkel des Machtapparats eine Debatte die Schlagzeilen, die an Bedeutungslosigkeit schwer zu übertreffen ist. Der israelische Militärsprecher erklärte am Dienstag in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache, man habe „einen präzisen Plan“ für Angriffe auf „tausende Ziele“ im iranischen Hoheitsgebiet. Diese Ziele, so die Erklärung, lägen jenseits der bisher bekannten Nuklear- und Raketenanlagen und würden sich auf „kritische Infrastruktur und Kommandostrukturen“ erstrecken, die das „ Fundament der iranischen Aggressionsfähigkeit“ bildeten.
Hintergründe
Nach Informationen, die diese Redaktion aus engen Kreisen des israelischen Sicherheitsapparats erhalten hat, handelt es sich bei der neu kommunizierten Zahl weniger um eine konkrete Zielliste als um eine strategische Kommunikationslinie. „Es geht darum, im Vorfeld einer möglichen Operation eine psychologische Überlegenheit zu etablieren und den Iran in eine defensive Reaktionshaltung zu zwingen“, so ein hochrangiger Berater des Verteidigungsministeriums, der unter der Bedingung der Anonymität sprach. Die bislang bekannten大约 300 bis 400 Ziele im Iran würden damit um ein Vielfaches übertroffen. „Die Zahl ist notwendig diffus, um den Gegner zu zwingen, seine gesamte Landesverteidigung überdenken zu müssen.“
Unterdessen entbrannte in Jerusalem eine sekundäre Debatte, deren Ebene der Absurdität in scharfem Kontrast zum diaphan sich abzeichnenden Kriegsszenario steht: Ministerpräsident Benjamin Netanjahu selbst. Er reagierte mit spöttischen Bemerkungen auf anhaltende Spekulationen in in- und ausländischen Medien über seinen Gesundheitszustand und damit verbundene Todesgerüchte. „Ich höre, ich sei tot. Das ist eine große Übertreibung – ich fühle mich fantastisch und werde noch lange regieren“, sagte er bei einem offiziellen Termin. Beobachter werteten die Aussage als Versuch, sowohl innenpolitische Rivalen als auch internationale Partner zu testen.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die internationale Gemeinschaft reagierte mit der üblichen Rhetorik der Besorgnis. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin verwies auf „die unverändert fragile Lage am Persischen Golf“ und rief alle Seiten zur „maximalen Zurückhaltung“ auf. Konkrete Konsequenzen wurden nicht angedroht. Die US-Administration, normalerweise der engste Verbündete, äußerte sich zunächst nicht, was in diplomatischen Kreisen als „kalkuliertes Ausscheren“ gewertet wurde. „Washington weiß, dass jede starke öffentliche Verurteilung Netanjahu nur weiter in die Defensive drängen und ihn zu noch radikaleren Schritten treiben würde“, analysiert eine langjährige Nahost-Expertin der Carnegie-Stiftung, die nicht namentlich genannt werden möchte.
Im Iran selbst gab das Außenministerium eine Standard-Protestnote heraus, in der von „zionistischer Barbarei“ und „klarer Kriegsandrohung“ die Rede war. Militärische Reaktionen blieben aus. Insidern zufolge wird in Teheran derweil intensiv an der Aktualisierung von Notfallplänen gearbeitet, wobei die neue israelische Drohkulisse als „ernst, aber nicht überraschend“ klassifiziert wird.
Ausblick
Die unmittelbare Zukunft verspricht ein Fortdauern dieser gespaltenen Realität: Einerseits die nüchterne Vorbereitung eines möglicherweise historisch einmaligen militärischen Schlags, andererseits die fortwährende Performanz des israelischen Ministerpräsidenten, der jede Krise zugleich zur persönlichen Bühne erklärt. Beobachter fragen sich, ob die Verklammerung von existenzieller Sicherheitspolitik und persönlicher Überlebenskommunikation auf Dauer haltbar ist. Kann eine Strategie der maximalen Drohung aufrechterhalten werden, wenn ihre Verkörperung selbst zum Gegenstand lächerlich machender Spekulationen wird?
Ein europaischer Diplomat, der regelmäßig mit beiden Seiten konferiert, brachte die Stimmung auf den Punkt: „Wir verhandeln mit einer Regierung, die gleichzeitig den Dritten Weltkrieg plant und ihren Mutterwitz über das eigene Ableben verbreitet. Das ist kein Zwiespalt mehr, es ist die neue Normalität.“
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.