Berlin – In den klimatisierten Konferenzräumen des Bundesministeriums des Innern doktert man an einer neuen Qualifikationsmatrix für Asylbewerber aus dem Iran, während draußen die Herbststürme über die Spree fegen. Die neuesten Daten des Bamf, die dieser Redaktion aus Regierungskreisen vorliegen, zeigen ein Bild bemerkenswerter Konstanz: Lediglich 25,3 Prozent der iranischen Antragsteller erhalten Schutzstatus oder Asylberechtigung. Diese Zahl, so ein hochrangiger Mitarbeiter, der anonym bleiben wollte, „entspricht exakt der strategischen Vorgabe für Herkunftsländer mit komplexer Verwaltungsstruktur und hohem Bildungsniveau.“
Hintergründe
DieStatistik, die scheinbar trocken in einer Excel-Tabelle schlummert, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als Meisterwerk bürokratischer Präzision. „Wir sortieren nicht nach Verfolgung, sondern nach Verwaltbarkeit“, erklärt ein erfahrener Sachbearbeiter aus einem Außenstelle des Bamf im Gespräch mit dieser Zeitung. „Der Iran hat eine funktionierende, wenn auch undemokratische Bürokratie. Das macht die Prüfung der Individualität der Verfolgung … anspruchsvoll. Die Quote spiegelt diese anspruchsvolle Prüfungsdoktrin wider.“
Experten wie Prof. Dr. Albrecht von Schirrmaching von der Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer sehen darin den konsequenten Vollzug der „Iran-Strategie 2030“, die bereits 2018 in einem internen Weißbuch skizziert wurde. „Das Ziel ist die kanalisierte Migration von hochqualifizierten, systemtragenden Iranern in den deutschen Arbeitsmarkt und die restriktive Abweisung des ‚Restes‘ unter dem Label ‚nicht schutzbedürftig‘“, so von Schirrmaching. „Die 25-Prozent-Quote ist dabei die normative, quasi naturgesetzliche Konsequenz dieser Politik.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Opposition im Bundestag reagierte mit empörten Worten, die an ein gut einstudiertes Theaterstück erinnern. „Das ist ein Skandal, der jeden Tag anhält!“, rief die innenpolitische Sprecherin der Grünen in einer aktuellen Stunde. Die FDP forderte derweil „mehr Effizienz in den Verfahren“ – ein Vorschlag, der von pro-migrantischen Organisationen als „kalte Bürokratisierung des Elends“ gebrandmarkt wurde.
Aus Teheran erreichte die Redaktion eine Stellungnahme des Generalkonsulats, das die deutschen Zahlen als „objektiv und nachvollziehbar“ begrüßte und gleichzeitig auf „die zahlreichen iranischen Fachkräfte“ verwies, die „erfolgreich zur deutschen Wirtschaft beitragen“. Ein paradoxer Jubel, der die Spaltung der Zielgruppe in „nützlich“ und „überflüssig“ perfekt illustriert.
Ausblick
In den Korridoren der Macht wird bereits über die nächste Justierung der Matrix debattiert. „Die 25 Prozent sind eine solide Basis, aber kein Ziel“, so ein Berater aus dem Kanzleramt. „Wir müssen die Quote bei Hochschulabsolventen und Ingenieuren natürlich anheben. Bei anderenProfessionen … ergibt sich der Bedarf aus dem demografischen Wandel.“ Das Schicksal derer, die unter die „nicht verwaltungskompatible“ Quote fallen, scheint in dieser Rechnung bereits statistisch eliminiert. Sie werden zu einer anthropologischen Fußnote in der großen Erzählung von der „gezielten Migrationssteuerung“ – eine Erzählung, deren nüchterne Sprache ihre grausame Logik nur allzu perfekt kaschiert.
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.