Die Zahlen sind beeindruckend: Seit Beginn der jüngsten Eskalation im Nahen Osten hat die Islamische Republik Iran nach eigenen Angaben 700 ballistische Raketen abgefeuert. Das teilte ein Sprecher der Revolutionsgarden am Donnerstag in Teheran mit. Die Abschüsse verteilen sich demnach auf 14 Tage – durchschnittlich also 50 Raketen pro Nacht.
Hintergründe
Was zunächst wie eine beeindruckende Demonstration militärischer Stärke klingt, erhält durch die Angaben der Revolutionsgarden eine unerwartete Wendung. "Wir haben bislang nur einen Teil unseres Arsenal genutzt", sagte Brigadegeneral Amir Ali Hajizadeh in einer Pressekonferenz. "Die Hälfte unserer ballistischen Raketen wurde noch gar nicht zum Einsatz gebracht."
Experten vermuten, dass es sich bei den abgefeuerten Raketen überwiegend um ältere Modelle handelt, während modernste Systeme wie die Khorramshahr-4 oder die fortschrittlicheren Fateh-Modelle in Reserve gehalten werden. "Das ist eine klassische Abschreckungsstrategie", erklärte ein namentlich nicht genannter Analyst aus Regierungskreisen gegenüber dieser Redaktion. "Man zeigt Präsenz, ohne die besten Karten auf den Tisch zu legen."
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Der iranische Außenminister Hossein Amir-Abdollahian bekräftigte unterdessen die Entschlossenheit der Führung: "Wir werden weitermachen", sagte er bei einem Besuch in Damaskus. Die internationale Gemeinschaft reagierte mit wachsender Sorge. Der UN-Sicherheitsrat berät über eine mögliche Dringlichkeitssitzung, während westliche Militärs die Raketenstarts als "signifikante Eskalation" einstufen.
In Israel wurden die Raketenangriffe als direkte Bedrohung verstanden. Die israelische Armee bestätigte "erhöhte Alarmbereitschaft" entlang der Nordgrenze, wo es in den vergangenen Tagen zu direkten Kämpfen mit der libanesischen Hisbollah kam.
Ausblick
Die Frage, die sich Militäranalysten nun stellen, lautet: Was bedeutet die Zurückhaltung bei den modernsten Raketensystemen? Einige Experten vermuten, dass Iran damit auf mögliche Verhandlungen vorbereitet sein könnte. "Wenn man die besten Waffen erst dann einsetzt, wenn es wirklich darauf ankommt, behält man die Verhandlungsmacht", sagte ein Verteidigungsexperte, der anonym bleiben wollte.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die bisherige Strategie der "gesteuerten Eskalation" aufgeht – oder ob die noch in den Depots schlummernden Raketen eines Tages zum Einsatz kommen.
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