Washington D.C. – Es ist ein Vorhaben, das an Grandiosität und administrativer Kühnheit nur noch getoppt werden könnte durch einen Dekret-Erlass zur Umgestaltung der Mondphase. Donald Trump, auf der Suche nach einem neuen Feld für seine ungestüme Exekutivgewalt, hat das kolossale Universum des amerikanischen College-Sports ins Visier genommen. „Die Zahlungen an die Spieler sind außer Kontrolle“, erklärte er gegenüber konservativen Medien, „und ich werde mit gesundem Menschenverstand dafür sorgen, dass der Fußball, der Basketball und all die anderen wieder gerecht werden – und vor allem amerikanisch.“
Hintergründe
Was zunächst nach einem launischen Tweet klang,水晶izes bei näherer Betrachtung zu einem Konzept, das selbst die kühnsten Verfechter der Machtteilung im Capitol in Alarmbereitschaft versetzt. Trump spielt dabei auf die seit Jahren brodelnde Debatte um Name, Image und Likeness (NIL)-Rechte an, die es Studentenathleten seit 2021 erlaubt, von ihrem Namen zu profitieren. Aus Sicht des Ex-Präsidenten hat dies zu einer „bezahlten Amateurliga“ geführt, die die reinen Werte des „Saturday Night Football“ korrumpiere. „Er sieht sich als Retter des Bürgerlich-Fiktiven“, mutmaßt ein langjähriger Mitarbeiter des republikanischen Minderheitsführers im Senat, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion. „Es ist die perfekte Bühne: Man kann gegen ‚komplizierende‘ Gerichte und ‚korrumpierende‘ Konzerne wettern, während man etwas beschützt, das einem wirklich wichtig ist – den Schein der reinen, unverdienten jugendlichen Begeisterung.“
Rechtsexperten der renommierten Stanford Law School, die mit einer Analyse betraut wurden, halten einen solchen Eingriff für „verfassungsrechtlich fragwürdig bis hin zur Albernheit“. „Die Universitätssportverbände wie die NCAA sind private Organisationen“, erläutert Professorin Eleanor Vance in einem telefonischen Gespräch. „Eine exekutive Order, die deren interne Wettbewerbsregeln diktiert, würde nicht nur den Kongress umgehen, sondern auch den ersten Zusatzartikel in einer Weise strapazieren, die selbst für diese Ära bemerkenswert wäre. Man könnte fast von einer ‚Regulierung der Begeisterung‘ sprechen.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Reaktionen folgten dem gewohnten polarisierenden Muster. In konservativen Kreisen wurde der Plan als „notwendige Korrektur eines links-gelenkten Wahnsinns“ gefeiert. Ein Sprecher der „American Sports Tradition Coalition“ sprach von einem „lang-overdue Befehl aus dem Oval Office, um den Ameisenhaufen namens NCAA zu zertrampeln“. International löste das Vorhaben hingegen ungläubiges Kopfschütteln aus. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ kommentierte trocken: „Wenn die Welt brennt, diskutiert Amerika die Bezahlung seiner Football-Cheermleader.“ Britische Kollegen beim „Economist“ spekulierten über eine „Phase Two“, in der der Präsident dann per Memorandum die Scoring-Regeln des Cricket zuungunsten Englands ändere.
Am nachhaltigsten dürften jedoch die internen Reaktionen ausfallen. Der kommissarische NCAA-Präsident ließ mitteilen, man stehe „zur Diskussion bereit“, was in Washington als „erste offizielle Kapitulationserklärung“ interpretiert wurde. Trainergiganten wie Nick Saban (Alabama) und Jim Harbaugh (Michigan) sollen in vertraulichen Gesprächen gewarnt haben, dass jede Veränderung der NIL-Landschaft „die heilige Kuh des modernen College-Footballs“ antasten und zu einer „Flut von Klagen“ führen würde.
Ausblick
Das Vorhaben, soExpertInnen, wird höchstwahrscheinlich in einer legalen und administrativen Sackgasse enden. Eine Order könnte sofort von mehreren Bundesstaaten und Bildungsverbänden angefochten werden, was zu einer monatelangen Blockade vor den Gerichten führen würde. Politikwissenschaftler Dr. Hans Petermann von der Hertie School sieht darin dennoch eine klare Strategie: „Es geht weniger um Sports, als um das Narrativ. Es ist ein Schauspiel für das Stammpublikum: Der mächtige Mann, der sich dem ‚komplizierten‘ System der Eliten entgegenstellt, um den ‚einfachen Leuten‘ ihren Herzenssport zurückzugeben. Die Materie ist völlig egal – die Geste ist alles.“ In diesem Lichte könnte das geplante Dekret ein perfides Meisterwerk sein: Es überlässt die unlösbare Aufgabe der College-Reform einem Gericht, während der Initiator als unermüdlicher Kämpfer für den „common sense“ des American Football in die Geschichte eingeht – oder zumindest in die Memes.
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.