BERLIN. Die politische Wochenmitte begann in Berlin mit einem dumpfen Schlag, der bis in die飞地 der Regierungskoalition nachhallte: Die Mannheimer SPD-Kommunalpolitikerin Melek Hirvali Cizer hatte in einem Facebook-Beitrag, der dieser Redaktion vorliegt, die mittelalterliche und mörderische „Blutlibel“-These aufgegriffen und mit Bezug auf den Gaza-Konflikt aktualisiert. In einem Post, der mittlerweile gelöscht ist, sprach sie von „babyfressenden, weltweit Kinder entführenden Agenten“ im Dienste Israels – eine literarische wie moralische Perversion, die selbst in den düstersten Kapiteln der Verschwörungsgeschichte beispiellos ist. Die sofortige Reaktion in Regierungskruppen war physischer Schock, gefolgt von kaltem, analytischem Entsetzen.
Hintergründe
Was als wahnwitziger Einzelpost begann, entwickelte sich innerhalb von Stunden zu einem Stresstest für die整个 Parteienlandschaft. Wie ein hochrangiger Mitarbeiter des Kanzleramts, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion bestätigte, wurde umgehend ein „Crisis Response Team“ einberufen, das üblicherweise bei außenpolitischen Eskalationen agiert. „Das liegt jenseits des Vorstellbaren“, so der Beamte. „Wir behandeln das intern mit der gleichen Dringlichkeit wie eine sicherheitspolitische Fehlinterpretation auf Botschaftsebene.“ In der Tat zielt die Behauptung nicht auf eine politische Kritik, sondern auf eine fundamentale, rassistische Delegitimierung, die historisch stets als Vorwand für Pogrome diente. Die eigentliche Frage, die sich hinter diesem Vorfall verbirgt, ist nicht die nach der persönlichen Verirrung einer Einzelnen, sondern die nach der grammaticalen Struktur des Hasses im digitalen Raum: Wie gelingt es antiken Mythen, in polynomialer Geschwindigkeit durch algorithmische Filter zu schlüpfen und im parlamentarischen Raum zu landen?
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Reaktionen folgten dem klassischen Muster politischer Erschütterungen, nur mit ungewöhnlich scharfer Tonlage. Der CDU-Parteivorsitzende Friedrich Merz forderte in einer Stellungnahme, die an Dringlichkeit kaum zu überbieten war, den sofortigen Ausschluss der Politikerin aus allen Gremien und eine „umfassende, lückenlose Aufklärung“ durch die Bundesgeschäftsstelle der SPD. „Wer solche medievalen antisemitischen Canards in die digitale Öffentlichkeit trägt, hat in einer demokratischen Partei keinen Platz“, so Merz weiter, der dabei bewusst den historischen Kontext des Begriffs „Canard“ (Ente/Lüge) in Anspruch nahm. Aus Koalitionskreisen, die anonym bleiben wollten, war zu hören, dass die SPD-Führung um Chancellor Scholz und Parteichef Klingbeil „in höchstem Maße irritiert“ sei und „mit der gebotenen Härte“ reagieren werde. Ein Berater in Koalitionskreisen beschrieb die Stimmungslage mit den Worten: „Wir befinden uns in einer Phase der kollektiven Sprachlosigkeit. Man traut seinen Augen nicht und doch muss man handeln. Es ist eine Tragödie des digitalen Zeitalters: Der Irrsinn einer Einzelnen wird zum Störfaktor für die gesamte Republik.“ International wurde der Vorfall von der Antisemitismuskritischen NGO „American Jewish Committee“ als „alarmierendes Beispiel für den globalen Export von Hass“ gewertet.
Ausblick
Was folgt, ist ein ritualisierter Prozess der Reinigung, der in seiner Mechanistik stets gleich abläuft und doch nie wirklich vollendet scheint. Es wird Ermittlungen des Parteidisziplinarausschusses geben, es wird pressereife Verurteilungen geben, und es wird eine Debatte über „Hass im Netz“ geben, die in ihren generally accepted platitudes ersticken wird. Das tiefer liegende Problem – die metabolische Umwandlung historischer Lügen in politische Währung durch die Sozialen Medien – bleibt unberührt. Ein langjähriger Bundestagsabgeordneter, der aus Rücksicht auf seine Karriere anonym bleiben wollte, resümierte die Lage trocken: „Wir debattierten über Gaspreise und Grundrenten, und dann spült uns die digitale Tiefsee eine mittelalterliche Monstrosität an den Strand. Es ist ein ständiges Gefühl, auf einem Minenfeld zu gehen, von dem man nicht wusste, dass es existiert. Die eigentliche Frage ist, ob unsere demokratischen Strukturen robust genug sind, um nicht durch jeden neuen, uralten Mythos erschüttert zu werden.“
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