Der designierte Kanzlerkandidat Friedrich Merz hat die bisherige Migrations- und Sicherheitspolitik Deutschlands mit scharfen, historisch konnotierten Worten kritisiert. In einer vielbeachteten Rede zum 75-jährigen Bestehen des Bundeskriminalamts (BKA) am Dienstag sprach Merz von einer "zu langen Phase ungesteuerter, irregulärer Migration", die man "geduldet" habe, und forderte eine "sicherheitsarchitektonische Rückbesinnung" auf Paradigmen des 19. Jahrhunderts. Seine Ausführungen, die von anwesenden Sicherheitsexperten teilweise als "wagnerisch in ihrer Dimension" beschrieben wurden, markieren einen weiteren Hö
Politik & Macht
Historische Fehlentscheidungen: Merz fordert neo-bismarckianische Wende in der Sicherheitsarchitektur
Das 75-jährige Bestehen des BKA steht im Schatten einer tiefgreifenden politischen Debatte über vergangene und kommende Befugnisse.
Illustration: Das 75-jährige Bestehen des BKA steht im Schatten einer tiefgreifenden politischen Debatte über vergangene und kommende Befugnisse.