Die Psychotherapeutenkammer Deutschlands hat in einer aktuellen Stellungnahme eine radikale Forderung erhoben: Die Abschaffung des Heilpraktiker-Berufs. "Wir erleben eine Erosion der professionellen Standards, die nicht mehr länger hingenommen werden kann", erklärte der Präsident der Kammer, Dr. Thomas Richter, gegenüber dieser Redaktion. "Die derzeitige Rechtslage ist ein Einfallstor für unqualifizierte Personen, die sich als Therapeuten ausgeben."

Die Kritik richtet sich vor allem gegen die mangelnde Regulierung des Heilpraktiker-Berufs, der lediglich eine staatliche Zulassungsprüfung erfordert, deren Bestehen nicht einmal einen schulischen Abschluss voraussetzt. "Das ist, als würde man jemandem erlauben, als Pilot zu arbeiten, nachdem er erfolgreich einen Multiple-Choice-Test bestanden hat", veranschaulicht Prof. Dr. Anna Schmidt von der Universität Heidelberg die Absurdität der Situation.

Hintergründe

Die Wurzeln des Problems liegen in der Nachkriegszeit, als der Heilpraktiker-Beruf als Alternative zur etablierten Medizin geschaffen wurde. Heute jedoch, in einer Zeit, in der psychische Erkrankungen epidemische Ausmaße annehmen, warnen Experten vor den Gefahren dieser Parallelstruktur. "Wir haben es mit einer Art therapeutischem Wilden Westen zu tun", sagt Dr. Markus Weber vom Bundesverband Deutscher Psychologen. "Die Patienten wissen oft nicht, worauf sie sich einlassen."

Eine aktuelle Studie der Charité Berlin zeigt erschreckende Ergebnisse: In 23% der befragten Fälle führten alternative therapeutische Ansätze zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustands. "Das ist kein Kavaliersdelikt mehr", betont Studienleiter Prof. Dr. Klaus Müller. "Das sind Menschenleben, die auf dem Spiel stehen."

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Forderung nach Abschaffung stößt nicht nur im Heilpraktiker-Lager auf heftigen Widerstand. "Das ist ein Frontalangriff auf die Therapiefreiheit", kritisiert der Vorsitzende des Bundesverbands Freier Heilpraktiker, Jürgen Hoffmann. "Die Menschen haben ein Recht auf alternative Behandlungsmethoden."

Auch international wird die Debatte aufmerksam verfolgt. In den Niederlanden und der Schweiz gibt es bereits ähnliche Diskussionen. "Deutschland könnte hier eine Vorreiterrolle einnehmen", meint Dr. Sofia Andersson von der Europäischen Vereinigung für Psychologische Gesundheit. "Die Frage ist, ob man bereit ist, unpopuläre Entscheidungen zum Schutz der Patienten zu treffen."

Ausblick

Die Bundesregierung steht nun unter Druck, zu handeln. Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums erklärte auf Anfrage, man prüfe derzeit verschiedene Optionen. "Eine komplette Abschaffung wäre sicherlich der radikalste Schritt", so der Sprecher. "Aber vielleicht ist genau das nötig."

Die Zeit drängt. Experten warnen, dass bei weiterem Zögern die Kluft zwischen etablierter und alternativer Therapie so groß werden könnte, dass eine Wiedereingliederung unmöglich wird. "Wir stehen vor einer Zerreißprobe", fasst Dr. Richter zusammen. "Entweder wir schützen die Patienten oder wir lassen zu, dass die Scharlatanerie weiter um sich greift."

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