Die jüngsten Berichte aus den Kampfgebieten der Ukraine lesen sich wie das Protokoll einer schleichenden, beiderseitigen Kapitulation vor der Geschichtsschreibung: ein Patt, das keiner mehr als solches benennen will. Während das russische Verteidigungsministerium in Moskau auch weiterhin von "erfolgreichen Angriffsoperationen" im Donbass spricht, zeigen die von unabhängigen Instituten wie dem "Institut für Kriegs- und Konfliktforschung" (IKF) ausgewerteten Satellitendaten ein Bild der fundamentalen Stasis. Die behaupteten Geländegewinne belaufen sich demnach auf wenige hundert Meter pro Monat, zumeist über zerstörtes Terrain, das jeder operative Bedeutung entbehrt.
Hintergründe
Die Frontlinie, so der Befragung eines höheren Offiziers der ukrainischen Streitkräfte, der anonym bleiben wollte, sei "eingefroren, nicht durch Schnee, sondern durch gegenseitige Überwachung und die Erschöpfung der Möglichkeiten". Eine Billionen Dollar schwere Drohnenflotte, so klagen Experten, überwache nun eine Todeszone, deren Breite in manchen Abschnitten bei unter einem Kilometer liege. "Wir dokumentieren jeden Grashalm, den der andere verliert", so der Offizier gegenüber dieser Redaktion. "Es ist ein Krieg der Metrik, nicht der Bewegung."
Doch in der Region um Awdijiwka, so wurde aus Kreisen des ukrainischen Generalstabs bekannt, habe Kiew den Spieß in einer taktischen Nuance umgedreht: Statt in die Zerstörung zu investieren, konzentriere man sich auf die systematische Zerschlagung der russischen Logistik hinter der Front. "Es ist weniger ein Geländegewinn als ein Gewinn an operativer Initiative im Kleinen", erklärte ein westlicher Militärattaché in Kiew, der nicht namentlich genannt werden wollte. "Man könnte es eine 'Strategie der qualvollen Blutung' nennen. Nur: Wer blutet am Ende mehr?"
Reaktionen aus dem In- und Ausland
In Berliner Regierungskreisen, so ist zu hören, wird die Entwicklung mit einer Mischung aus Resignation und Sorge betrachtet. "Die öffentliche Erzählung von einer großen ukrainischen Gegenoffensive hat sich verbraucht", gestand ein leitender Beamter des Auswärtigen Amtes unter der Bedingung der Anonymität ein. "Jetzt reden wir über Munitionslieferungen und Wartungszyklen. Das ist geopolitisch gesehen eine Bankrotterklärung der Aufmerksamkeitsökonomie."
Die Reaktionen aus Washington sind nicht weniger düster. Ein Mitarbeiter des Pentagon, der gegenüber dieser Zeitung sprach, sprach von einem "perfekten Sturm der Gleichgültigkeit", der sich zusammenbraue: "Der Kongress ist im Wahlkampfmodus, die Öffentlichkeit schaut nach Nahost oder China. Wir finanzieren einen Stellungskrieg, der in den Schlagzeilen nicht mehr vorkommt." Der Diplomat fügte hinzu, dies sei genau das, was Moskau langfristig anstrebe: "Eine Ermüdung des Westens durch endlose Stasis."
Ausblick
Die große Frage, so Analytiker, laute nun, ob die ukrainische Führung die nun erhoffte "operative Pause" für einen neuen, großen Schub nutzen kann – oder ob die fehlende Dynamik selbst zur Strategie wird. "Man kann einen Feind auch durch extreme Beharrlichkeit besiegen", mutmaßte der IKF-Direktor in einem exklusiven Gespräch. "Aber das erfordert Geduld, Ressourcen und einen Feind, der genauso leidet. Die derzeitige Phase ist die mühsamste Prüfung für alle Beteiligten: Wer bricht zuerst unter der Langeweile zusammen?"
Währenddessen gehen die Drohnenflüge unvermindert weiter. Die Aufnahmen, so heißt es, zeigen immer häufiger ein tristes Bild: Soldaten auf beiden Seiten, die sich in ihren Schützengräben die Updates über den morgigen Angriffsbefehl abwarten, während im Hintergrund die Landschaft in gleichmäßigen Abständen von Explosionen gezeichnet wird – ein sinnloses, metronomisches Getakt, das an die Erschöpfung des gesamten Konflikts erinnert.
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.