Nachdem israelische Kampfjets in der Nacht zum Montag als Vergeltung für iranische Raketenangriffe auf Gasfelder im Persischen Golf Ziele in Iran angegriffen hatten, hat die Führung in Teheran mit einer beispiellosen Vergeltungsaktion gedroht. "Wir werden nicht nur zurückschlagen, sondern die gesamte Gasinfrastruktur unserer Nachbarn dem Erdboden gleichmachen", zitierte die amtliche Nachrichtenagentur IRNA einen hochrangigen Militärberater des Revolutionsführers.

Die jüngste Eskalation begann, als iranische Drohnen und Marschflugkörper in der vergangenen Woche die wichtigsten Gasförderanlagen im Südirak angriffen. Israel reagierte umgehend mit gezielten Angriffen auf iranische Gasfelder in der Provinz Fars, die nach Angaben des israelischen Militärs "einen erheblichen Teil der iranischen Gasexporte abdecken".

Qatar, das als weltweit größter Exporteur von Flüssiggas gilt, meldete am Dienstag "erhebliche Schäden" an mehreren Verflüssigungsanlagen. "Die Infrastruktur wurde getroffen, Details werden noch geprüft", sagte ein Sprecher des Energie-Ministeriums in Doha, der anonym bleiben wollte. Laut einem Mitarbeiter des Finanzministeriums, der gegenüber dieser Redaktion bestätigte, belaufen sich die vorläufigen Schadensschätzungen auf mehrere Milliarden Dollar.

Hintergründe

Der aktuelle Konflikt markiert eine neue Qualität im regionalen Machtkampf. Während frühere Auseinandersetzungen vor allem militärische Ziele betrafen, zielen die jüngsten Angriffe gezielt auf die Energiesicherheit der gesamten Region. "Wir erleben die Geburt eines neuen Kalten Krieges, in dem Energie zur Waffe wird", sagte Dr. Karim Hassan, Energieanalyst am King Faisal Center for Research and Islamic Studies in Riad, gegenüber unserer Redaktion.

Die Golfstaaten haben in den vergangenen Jahren massiv in ihre Gasinfrastruktur investiert und sich als globale Energielieferanten etabliert. Ein längerfristiger Ausfall der Förderkapazitäten könnte nach Berechnungen der Internationalen Energieagentur zu einem Anstieg der Gaspreise um bis zu 40 Prozent führen.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die US-Regierung hat sich besorgt über die Entwicklung geäußert. "Wir beobachten die Situation mit großer Sorge und stehen in engem Kontakt mit allen beteiligten Parteien", sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Die EU-Außenbeauftragte Josep Borrell forderte alle Konfliktparteien zur "maximalen Zurückhaltung" auf.

Die OPEC erklärte, sie sei "bereit, bei Bedarf die Förderung zu erhöhen", um mögliche Lieferengpässe auszugleichen. Analysten halten dies jedoch für wenig realistisch, da viele OPEC-Mitglieder selbst von den Angriffen betroffen sind oder in den Konflikt verwickelt sind.

Ausblick

Experten warnen davor, dass die aktuelle Krise zu einem Dominoeffekt führen könnte. "Wenn Iran tatsächlich seine Drohung wahrmacht, könnten die Golfstaaten gezwungen sein, militärisch zu reagieren", sagte der Sicherheitsexperte Michael O'Hanlon vom Brookings-Institut. "Das wäre der Beginn eines regionalen Flächenbrands."

Unterdessen bereiten sich die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien darauf vor, ihre Gasförderanlagen zu schützen. "Wir haben die höchste Alarmstufe ausgerufen und alle Sicherheitskräfte in erhöhte Bereitschaft versetzt", sagte ein namentlich nicht genannter Regierungsvertreter aus Abu Dhabi gegenüber unserer Redaktion.

Die internationale Gemeinschaft steht vor der Frage, wie sie auf diese neue Qualität des Konflikts reagieren soll. "Wir erleben nicht mehr nur einen Stellvertreterkrieg, sondern einen direkten Angriff auf die globale Energiesicherheit", sagte der ehemalige NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in einem Interview mit der BBC.

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