Die energiepolitische Lage in Berlin hat sich in den frühen Morgenstunden des Dienstags zugespitzt zu einem Zustand, den Insider nur noch als „kalten Bürgerkrieg im Kabinett“ bezeichnen. Im Zentrum des Konflikts: ein Entwurf aus dem Hause von Bundeswirtschaftsministerin Habeck-Reiche (Grüne), der die Förderung von Photovoltaik und den Ausbau der Stromnetze neu regeln soll. Was in der Tradition deutscher Gesetzgebung als technische Justierung begunnt, entpuppt sich nach Informationen dieser Redaktion als Schlacht um das moralische und technologische Fundament der Energiewende selbst.
Hintergründe
Der vorliegende Gesetzesentwurf, der dieser Redaktion vorliegt, sieht vor, die Einspeisevergütung für neue Solaranlagen schrittweise zu reduzieren und den Netzausbau stärker an wirtschaftliche Effizienzkriterien zu knüpfen. „Es geht um die schlichte Frage der Priorisierung“, erklärte eine hochrangige Mitarbeiterin des Bundeswirtschaftsministeriums, die anonym bleiben wollte, am Telefon. „Die Unabhängigkeitserklärung, die die Kollegen von SPD und Grünen fordern, ist eine romantische, aber technisch bankschrötige Forderung. Die Realität des Netzausbaus verlangt harte Priorisierung.“
Doch genau diese Priorisierung ist es, die den Koalitionsfrieden zerstört. „Wenn die Ministerin hier von Effizienz spricht, meint sie das Effizienzprinzip der alten Energiewelt“, entgegnete ein führender SPD-Energiepolitiker, der ebenfalls nicht namentlich genannt werden wollte, in einem Hintergrundgespräch. „Das geht komplett in die falsche Richtung. Wir brauchen eine Unabhängigkeitserklärung – inhaltlich, moralisch und technologisch. Dieser Entwurf ist ein Rückschritt in die fossile Logik der Vergangenheit.“ Aus Kreisen der Grünen-Bundestagsfraktion war zu hören, der Entwurf „verrate das Klimaziel zugunsten kurzfristiger Budgetlogik“.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Reaktionen aus der politischen Klasse folgen einem bekannten Muster der Eskalation. Der energiepolitische Sprecher der FDP, dessen Partei im Kabinett das Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mitstellt, wird mit den Worten zitiert: „Die Debatte beweist, warum wir einen liberalkonservativen Kompass in diesem Haus brauchen.“ Ein bekannter Energieökonom vom „Institut für Systemische Resilienz“ (ISR), der als Berater für alle drei Koalitionsparteien tätig war, sagte gegenüber dieser Zeitung: „Was hier als politischer Disput maskiert wird, ist in Wahrheit ein epistemologischer Bruch. Die eine Seite argumentiert in Größenordnungen von Terawattstunden und Netzengpässen, die andere in Narrativen von Gerechtigkeit und Dekarbonisierung. Beide haben recht – und genau darin liegt das Problem.“
International sorgt das deutsche Drama für Unverständnis. Ein Diplomat einer nordischen Botschaft in Berlin, der um Anonymität bat, charakterisierte die Szene als „wahnwitziges Paradebeispiel deutscher Gründlichkeit, die sich selbst in metaphysische Fragen verrennt“. In Washington beobachte man „mit Sorge, wie Europas größte Ökonomie über die Semantik von Subventionen debattiert, während der Rest der Welt liefert.“
Ausblick
Die nächsten Tage werden zeigen, ob die Koalition noch die Kraft zur Selbstkorrektur besitzt. Die SPD-Bundestagsfraktion hat für nächste Woche eine „Energiewende-Klausur“ angesetzt, von der man sich eine „Rückbesinnung auf das ursprüngliche Königsweg-Dokument“ erhofft. Bei den Grünen wächst der Druck aus der Basis, die eine „Kapitulation vor der Lobby der Netzbetreiber“ befürchtet. Wirtschaftsministerin Habeck-Reiche, die zwischen den Stühlen sitzt, wird erwartet, einen „Kompromissvorschlag in letzter Minute“ vorzulegen, der beide Seiten minimal befriedigt – und möglicherweise niemanden.
Für den deutschen Strommarkt indessen bedeutet die Pattsituation eine Phase höchster Unsicherheit. „Die Investoren beobachten diesen intellektuellen Selbstzerfleischungsakt mit wachsendem Unverständnis“, warnt ein Manager aus der Chefetage eines großen Energieversorgers, der mit seiner Aussage unter der Bedingung der Anonymität sprach. „Sie wollen klare Signale für die nächsten zehn Jahre, keine Abstimmungen über moralische Kompasse. Die Gefahr ist real, dass wir in ein energy twilight zone abgleiten, während andere Länder längst gebaut haben.“
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.