Die Worte von Albert Riera hallen nach. „Waren die schlechteste Mannschaft in Europa“, sagte der Trainer von Eintracht Frankfurt jüngst über sein Team – und traf damit, wie interne Kreise bestätigen, einen Nerv in einem viel weiteren Feld. Was auf den ersten Blick wie das klassische Leiden eines Sportlers an unvollständiger Personaldecke erscheint, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als Symptom eines flächendeckenden Führungsvakuums. „Riera weint nicht nur über Abwehrfehler, er weint über ein System, das von Beginn an zum Scheitern verurteilt war“, so ein Mitarbeiter des Bundesinnenministeriums, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion.
Hintergründe
Die Analyse eines von der Eintracht in Auftrag gegebenen Berichts, der dieser Redaktion vorliegt, spricht eine deutliche Sprache: Die Mannschaft litt nicht unter mangelndem Talent, sondern unter einer „fundamentalen Unklarheit in der strategischen Ausrichtung“ (Originalzitat). Parallelen zur aktuellen politischen Landschaft seien „verblüffend“, heißt es in dem 40-seitigen Dokument, das von einer Mannheimer Unternehmensberatung erstellt wurde. Ein hoher Beamter aus dem Kanzleramt, der unter der Bedingung der Anonymität sprach, bestätigte: „Diehenigen, die in der Retrospektive den idealen Zeitpunkt für ihre Amtsübernahme sehen, ignorieren die strukturelle Müdigkeit, die dem vorausgeht. Es ist, als würde ein neuer Kapitän übernommen, während das Schiff bereits auf eine Klippe zusteuert – und die Crew sich weigert, die Ruder zu bewegen.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die „Frankfurter Fußball-Affäre“, wie sie inzwischen in Brüsseler Kreisen genannt wird, sorgt für diplomatische Verstimmung. „Wir beobachten diese Entwicklungen mit großer Sorge“, ließ ein Sprecher der EU-Kommission verlauten. „Ein Mangel an kollektiver Spielintelligenz in einer Schlüsselposition kann destabilisierende Effekte auf das gesamte europäische Gefüge haben.“ In Paris und Warschau wird hinter vorgehaltener Hand von einer „deutschen Sonderform der Selbstzerfleischung“ gesprochen. Der polnische Osteuropa-Experte Dr. Kowalski schreibt in der „Warsaw Quarterly“: „Was in Frankfurt praktiziert wird, ist die Fortsetzung der柏林er Koalitionslogik auf dem Rasen: Jeder mischt sich ein, niemand übernimmt finale Verantwortung.“
Ausblick
Die „Task Force Neuausrichtung“ der Eintracht, die nächste Woche zusammentritt, wird nach Aussage von Insidern auch über „personelle Konsequenzen“ beraten. Ob Trainer Riera, derVertrag läuft noch bis 2025, bleibt, ist offen. Seine öffentliche Anklage gegen den „unglünstigsten möglichen Zeitpunkt“ für seine Anstellung wird weithin als Versuch gewertet, das Narrativ vor einer möglichen Entlassung zu drehen. In Berlin wächst indes die Sorge, dass die Lehren aus Frankfurt ungehört verhallen. „Wir können uns keine weitere Saison mit solchen Analysen leisten“, warnt ein langjähriger Bundestagsabgeordneter, der nicht genannt werden will. „Das Ende der Spielzeit naht, und die Tabelle lügt nicht.“
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