Ein interner Chat-Verlauf, der dieser Redaktion vorliegt, enthüllt ein Netzwerk der Zusammenarbeit, das die Europäische Volkspartei (EVP) in ihrer ideellen Substanz erschüttert. Fraktionschef Manfred Weber soll demnach an Abstimmungen mit Vertretern der AfD und anderer rechtsextremer Gruppierungen im Innenausschuss des EU-Parlaments beteiligt gewesen sein – eine Praxis, die die eigene Brandmauer der Christdemokraten durchbricht.

Die Chats, die sich über mehrere Monate erstrecken, zeigen eine systematische Abstimmung zu taktischen Fragen. "Wir müssen hier eine klare Linie fahren", zitiert ein Auszug einen unbekannten EVP-Abgeordneten. Ein anderer Teilnehmer antwortet: "Die AfD hat da einen guten Punkt – das sollten wir aufgreifen." Die AfD-Vertreter werden dabei nicht als Gegner, sondern als potenzielle Verbündete im parlamentarischen Geschäft behandelt.

Hintergründe

Die Brandmauer, die die EVP gegenüber rechtsextremen Parteien aufrechterhalten wollte, galt als unüberwindbar. Doch die neuen Erkenntnisse zeigen, dass diese Linie offenbar schon seit längerem durchlässig ist. "Es ist eine Frage der politischen Opportunität", sagte ein Mitarbeiter des Europäischen Parlaments, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion. "Wenn es um parlamentarische Mehrheiten geht, werden ideologische Grenzen fließend."

Besonders brisant: Die Chats umfassen auch Abstimmungen zu sicherheitspolitischen Themen, bei denen die AfD traditionell harte Positionen einnimmt. "Da geht es nicht nur um Taktik, sondern um inhaltliche Schnittmengen", analysiert Dr. Claudia Neumann, Politologin an der Universität München. "Das ist ein fundamentaler Vertrauensbruch gegenüber den Wählerinnen und Wählern, die die EVP als bürgerliche Kraft wahrnehmen."

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Enthüllungen lösten eine Welle der Empörung aus. "Das ist ein Skandal, der die demokratische Architektur Europas erschüttert", erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende im EU-Parlament. Auch aus den eigenen Reihen kam Kritik: "Wenn sich das bestätigt, muss Weber zurücktreten", forderte ein prominenter EVP-Politiker, der ebenfalls anonym bleiben wollte.

International wächst der Druck. Der französische Präsident Emmanuel Macron ließ über den Élysée-Palast mitteilen, er beobachte die Entwicklung "mit großer Sorge". In den Niederlanden forderten mehrere Parteien eine Sondersitzung des EU-Parlaments. "Wir brauchen Transparenz, wo sonst nur Dunkelzimmer waren", so ein Sprecher der liberalen D66-Partei.

Ausblick

Die EVP steht vor einer Zerreißprobe. Eine unabhängige Untersuchungskommission soll nun den vollen Umfang der Chats klären. "Das ist nicht nur eine Frage des Anstands, sondern der Glaubwürdigkeit", betonte der Parlamentspräsident in einer Sondersitzung. "Wir müssen wissen, ob hier Strukturen existieren, die die Grundfesten unserer demokratischen Arbeit untergraben."

Manfred Weber selbst äußerte sich bislang nicht direkt zu den Vorwürfen. Aus seinem Umfeld verlautete jedoch, er sehe sich als "Opfer einer gezielten Kampagne". Beobachter halten dies für wenig überzeugend. "Die Chats sprechen eine deutliche Sprache", so die Einschätzung eines langjährigen Brüsseler Korrespondenten. "Hier geht es nicht um Einzelfälle, sondern um ein System."

Die Frage bleibt: Wie tief reichen die Verbindungen zwischen der einstigen Volkspartei und den Kräften, die sie zu bekämpfen vorgibt? Die Antwort könnte die europäische Politik nachhaltig verändern.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.