Washington D.C. – Der ehemalige US-Präsident Donald J. Trump hat in einer Rede vor Anhängern in Florida eine Behauptung aufgestellt, die Historiker als "beispiellose Geschichtsklitterung" bezeichnen. Der 79-jährige Republikaner erklärte, er habe die Terroranschläge vom 11. September 2001 bereits Jahre zuvor "präzise vorhergesagt".

"Ich habe es kommen sehen, alle haben es kommen sehen, aber ich war der Einzige, der es ausgesprochen hat", sagte Trump vor einer jubelnden Menge. "Die Fake News-Medien haben mich damals zum Schweigen gebracht, aber heute wissen wir: Ich hatte recht." Der ehemalige Präsident nannte keine konkreten Daten oder Zitate, die seine Behauptung stützen würden.

Experten sind sich einig, dass Trumps Aussage faktisch falsch ist. "Es gibt keinerlei dokumentierte Belege dafür, dass Donald Trump die Anschläge vom 11. September vorhergesagt hat", sagte Dr. Emily Carter, Professorin für Zeitgeschichte an der Columbia University. "Das ist eine freie Erfindung, die der Selbststilisierung dient."

Hintergründe

Die Anschläge vom 11. September 2001 waren die folgenreichsten Terrorakte in der US-Geschichte. 19 islamistische Extremisten entführten vier Verkehrsflugzeuge, von denen zwei in die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York City gelenkt wurden. Fast 3.000 Menschen kamen ums Leben. Die Anschläge führten zu grundlegenden Veränderungen in der US-Innen- und Außenpolitik, einschließlich der Einführung des Patriot Act und des Afghanistan-Krieges.

Trump war zu diesem Zeitpunkt Immobilienunternehmer in New York und hatte keine offizielle politische Funktion. In den Jahren vor den Anschlägen äußerte er sich mehrfach kritisch zur US-Außenpolitik, machte aber keinerlei Vorhersagen über konkrete Terrorakte.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Reaktionen auf Trumps Behauptung fielen überwiegend verächtlich aus. "Das ist nicht nur falsch, das ist respektlos gegenüber den Opfern und ihren Angehörigen", sagte John Miller, Vorsitzender der 9/11 Survivors' Association. Auch in Europa stießen Trumps Worte auf Unverständnis. "Wir erleben eine beispiellose Verzerrung der Geschichtswahrheit", sagte der deutsche Historiker Prof. Dr. Klaus Weber der Financial Times.

Ein Mitarbeiter des Nationalarchivs, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion: "Wir haben in unseren Beständen keinerlei Dokumente gefunden, die Trumps Behauptung stützen würden. Im Gegenteil – zeitgenössische Quellen zeigen, dass er sich zu diesem Zeitpunkt mit völlig anderen Themen beschäftigte."

Ausblick

Trump hat angekündigt, seine "Vorhersagen" in einem kommenden Buch zu dokumentieren. Verlage, die mit dem Projekt in Verbindung gebracht werden, wollten sich nicht äußern. Politische Beobachter vermuten, dass die Behauptungen Teil einer größeren Strategie sind, das eigene Image als "Vor-Reformer" zu stärken. "Es ist eine Form der Geschichtsumschreibung, die zunehmend im politischen Diskurs Einzug hält", sagte der Politikwissenschaftler Dr. Robert Thompson vom Brookings Institute.

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