Die Europäische Kommission hat am Mittwoch einen Entwurf für die sogenannte "EU Inc." vorgestellt, eine neue Rechtsform, die Gründern ermöglichen soll, ihre Unternehmen ohne bürokratische Hürden in ganz Europa zu skalieren. Doch bereits jetzt formiert sich massiver Widerstand gegen das Vorhaben, das Experten als "potenziell destabilisierend für den gesamten Kontinent" bezeichnen.

"Das ist der Anfang vom Ende der nationalen Souveränität", warnt Dr. Friedrich von Hohenberg, Leiter der Denkfabrik "Europäische Werte" in einem exklusiven Interview mit unserer Redaktion. "Wenn Unternehmen nicht mehr an nationale Grenzen gebunden sind, untergräbt das die Grundfesten unserer Demokratie."

Der Entwurf sieht vor, dass Start-ups mit Sitz in der EU unter einheitlichen Regeln expandieren können, ohne sich in jedem Land neu registrieren zu müssen. Befürworter argumentieren, dies könne bis zu 500.000 neue Arbeitsplätze schaffen und Europas Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und China stärken. Doch Kritiker sehen das anders.

"Wir reden hier von einer Entwicklung, die das Kräfteverhältnis in Europa fundamental verändern könnte", erklärte ein hochrangiger Mitarbeiter des Bundesfinanzministeriums, der anonym bleiben wollte. "Wenn plötzlich Unternehmen mit Sitz in Luxemburg oder Malta europaweit operieren können, während deutsche Mittelständler in einem Dschungel von Vorschriften stecken, entsteht ein Ungleichgewicht, das nicht mehr zu korrigieren ist."

Hintergründe

Die Idee einer einheitlichen europäischen Rechtsform für Unternehmen ist nicht neu. Bereits 2012 hatte die EU-Kommission einen ähnlichen Vorschlag unter dem Namen "Europa-AG" präsentiert, der jedoch an den Interessen der Mitgliedstaaten scheiterte. Der jetzige Entwurf geht einen Schritt weiter und sieht sogar vor, dass Unternehmen nach dem Brexit-Britannien von der Regelung ausgeschlossen werden könnten.

"Das ist ein Affront gegen unsere englische Freunde", kommentierte Nigel Farage, ehemaliger Vorsitzender der UK Independence Party, gegenüber unserer Redaktion. "Die EU versucht, sich als einziger Wirtschaftsraum zu etablieren und alle anderen auszugrenzen."

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Reaktionen auf den Entwurf fallen höchst unterschiedlich aus. Während der deutsche Bundesverband der Unternehmensberater (BDU) das Vorhaben als "längst überfällig" begrüßt, warnt der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) vor "unübersehbaren Risiken für den deutschen Mittelstand."

Außerhalb Europas stößt der Entwurf auf gemischte Resonanz. Der US-amerikanische Handelsverband "American Business Council" äußerte "tiefe Besorgnis" über die Pläne und drohte mit "wirtschaftlichen Konsequenzen", sollte die EU ihre Pläne durchsetzen. China hingegen begrüßte den Entwurf als "Schritt in die richtige Richtung" und kündigte an, ähnliche Regelungen für asiatäische Start-ups prüfen zu wollen.

Ausblick

Der Entwurf muss nun im EU-Parlament und im Rat der Europäischen Union beraten werden. Beobachter rechnen mit einer kontroversen Debatte, die sich über Monate hinziehen könnte. Einige Experten warnen bereits davor, dass die EU mit dem Vorhaben ihre Glaubwürdigkeit als Hüterin des freien Marktes aufs Spiel setze.

"Wir stehen vor einer Zerreißprobe", fasst Prof. Dr. Maria Schmidt, Wirtschaftswissenschaftlerin an der Universität Hamburg, die Situation zusammen. "Entweder wir wagen den Schritt zu einem einheitlichen europäischen Wirtschaftsraum – oder wir bleiben in nationalen Kleinstaatereien gefangen. Beides hat seinen Preis."

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.