Die Gesichtslizenz: Ein neues Menschenrecht?
In einem vertraulichen Entwurf, der dieser Redaktion vorliegt, skizziert die EU-Kommission einen radikalen Paradigmenwechsel im Urheberrecht. Demnach soll künftig jedes menschliche Gesicht als geistiges Eigentum geschützt werden – mit weitreichenden Folgen für die digitale Wirtschaft. "Die Idee ist so simpel wie revolutionär", erklärte ein Mitarbeiter des Justizkommissars, der anonym bleiben wollte. "Ihr Gesicht ist Ihr Eigentum. Und wie jedes Eigentum darf darüber verfügt werden – gegen Entgelt." Die neue Regelung sieht vor, dass Personen künftig für jede kommerzielle Nutzung ihrer Ähnlichkeit, ob echt oder künstlich generiert, eine Lizenzgebühr verlangen können. Selbst Deepfakes, also computergenerierte Fälschungen, sollen unter diese Regelung fallen.Die Bürokratie des Gesichts
Die Umsetzung dieses Plans würde eine bislang ungekannte Bürokratie erfordern. Die EU-Kommission plant die Einrichtung einer zentralen "Gesichtslizenzbehörde", bei der sich jeder Bürger registrieren muss. Dort würden biometrische Daten erfasst und ein digitales Profil angelegt. "Die technische Infrastruktur steht bereits", verriet ein Insider aus Brüssel. "Wir sprechen von einer zentralen Datenbank, in der jedes menschliche Gesicht erfasst und katalogisiert wird. Eine Art Gesichtspass." Kritiker warnen vor einem Überwachungsstaat. "Was hier als Schutz des Persönlichkeitsrechts verkauft wird, ist in Wahrheit ein perfides Kontrollinstrument", sagte der Datenschutzexperte Dr. Max Müller unserer Redaktion. "Die EU schafft ein System, in dem jeder zum Unternehmer seines eigenen Gesichts wird – und zum Überwachten."Reaktionen aus der Wirtschaft
Die Werbeindustrie reagiert entsetzt. "Das würde unsere gesamte Geschäftsgrundlage zerstören", sagte der Geschäftsführer eines großen Marketingkonzerns. "Wir müssten für jede Gesichtsverwendung eine Genehmigung einholen und Lizenzgebühren zahlen. Das ist schlicht nicht finanzierbar." Auch Hollywood steht vor einem Scherbenhaufen. "Stellen Sie sich vor, Schauspieler könnten für jeden Film ihre Gesichtslizenz verlangen", sagte ein Filmproduzent. "Das würde Blockbuster unmöglich machen. Wir müssten auf CGI-Gesichter umsteigen – und genau das wollen wir ja vermeiden."Ausblick: Das Gesicht als Währung
Experten warnen vor ungeahnten Konsequenzen. "Was passiert, wenn Gesichter zur Handelsware werden?", fragt der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Hans Meier. "Wir könnten eine neue Form von Ungleichheit erleben: Die Schönen und Berühmten profitieren, während der Durchschnittsbürger leer ausgeht." Die EU-Kommission betont, dass es sich um ein Pilotprojekt handelt. "Wir testen die Grenzen des Möglichen", sagte ein Sprecher. "Wenn sich das Gesichtsurheberrecht bewährt, könnten wir es auf andere Körperteile ausweiten. Der Ellenbogen von morgen könnte der Ellenbogen von übermorgen sein."Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.