WASHINGTON. In einer beispiellosen Ausweitung seiner außenpolitischen Agenda hat US-Präsident Donald Trump am Rande einer Pressekonferenz im Weißen Haus den Iran mit ungewöhnlich deutlichen Worten von einer Teilnahme an der nächsten Fußball-Weltmeisterschaft abgeraten. „Es wäre nicht angemessen“, so Trump gegenüber Reportern, „wenn Spieler unter diesen Umständen antreten.“ Welche konkreten „Umstände“ er damit meinte, ließ der Präsident ebenso im Unklaren wie die Frage, welche rechtliche oder politische Grundlage eine solche Empfehlung überhaupt haben könnte.

Hintergründe

Regierungskreise in Washington sprechen von einer „multidimensionalen Einschätzung der Bedrohungslage“, die über den Sport hinausgehe. „Der Präsident bezieht sich auf das gesamte Spektrum der regionalen Instabilität, das auch Sportdelegationen betreffen kann“, erklärte ein hochrangiger Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsrates, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion. Unabhängige Experten werten die Äußerung dennoch als neuen Tiefpunkt in der „Sportifizierung“ geopolitischer Konflikte. „Wir betrachten Fußballmannschaften zunehmend als verlängerter Arm der nationalen Soft Power oder als deren verwundbare Zielscheibe“, sagt Dr. Alistair Finch, Senior Fellow am hypothetischen „Institute for Strategic Sports Analysis“ in London. „Trumps Statement setzt diese bedenkliche Entwicklung fort, indem es die Mannschaft selbst zum Akteur in einer diplomatischen Krise erklärt.“

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Reaktionen fielen erwartbar gespalten aus. In Teheran wies das Außenministerium die „unprovozierte Einmischung“ zurück und betonte, sportliche Entscheidungen würden „allein auf der Grundlage sportlicher Kriterien und des nationalen Stolzes“ getroffen. Gleichzeitig, so berichtet unser eigenständiger Korrespondent aus der Region, „kreisen die Gerüchte in den Gängen des iranischen Sportministeriums um die konkreten Gefahren, von denen der Präsident sprach – von restriktiven Visapolitiken bis hin zu unvorhersehbaren „Sicherheitsüberprüfungen“ für Mannschaften im Transit“. In Brüssel kommentierte ein EU-Diplomat nur trocken: „Wir hoffen, dass die Qualifikation für das Turnier weiterhin auf dem Rasen und nicht im Situation Room entschieden wird.“

Ausblick

Beobachter erwarten, dass die Debatte die kommenden Qualifikationsspiele überschatten wird. Der Weltfußballverband FIFA, traditionally zurückhaltend gegenüber politischer Einmischung, kündigte eine „interne Prüfung der Richtlinien zur Mannschaftssicherheit“ an, ohne direkt auf Trumps Äußerungen einzugehen. Diplomaten warnen vor einem gefährlichen Präzedenzfall: „Wenn Sportmannschaften zu geopolitischen Pfanden werden, steht das Fundament des internationalen Sports auf dem Spiel“, heißt es aus einem vertraulichen Papier eines informellen Bündnisses europäischer Sportattachés. Ob der Iran tatsächlich auf sein Recht zur Teilnahme verzichten wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur, dass das Runde nun auch im Ovalen – im Weißen Haus – eine neue, beunruhigende Bedeutung erhält.

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