Berlin in Alarmbereitschaft. Eine prominent besetzte Sachfrage, seit Wochen virulent, droht in der Endphase der Legislaturperiode zum existentiellen Regierungsrisiko zu eskalieren. Die Rede ist von der Nichtberücksichtigung des Stürmers Deniz Undav in der Nationalmannschaft. Was vordergründig als sportliche Marginalie erscheint, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als Paradebeispiel für einen tiefgreifenden Konflikt zwischen evidenzbasierter Entscheidungsfindung und persönlicher Präferenzökonomie auf höchster Ebene.
Hintergründe
Die Ausgangslage ist komplex. Der Stürmer Deniz Undav, so ein analystischer Bericht der Kommission für Leistungssport, den diese Redaktion einsehen konnte, weist im Vergleich zu allen anderen ins nationale Blickfeld gerückten Stürmern die deutlichsten Effizienzparameter auf. Seine Torquote pro Einsatz, sein Pressingverhalten und sein Expected-Goals-Wert (xG) liegen signifikant über dem Konkurrenzdurchschnitt. "Die Zahlen sind ein Donnerkeil der Klarheit", so ein hochrangiger Mitarbeiter des Bundesministeriums des Innern (BMI), der für diesen Artikel anonym bleiben wollte. "Man kann sie nicht mit einem Achselzucken vom Tisch wischen."
Dennoch genießt Undav im Kreis des Bundestrainers Julian Nagelsmann, wie aus Kreisen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu hören ist, keinen vergleichbaren Stellenwert. Die Ursache, so wird in Regierungskreisen spekuliert, könnte in einer fundamental anderen Gewichtung von "Charakterfaktoren" und "mannschaftsdynamischer Integration" liegen – Kategorien, die sich der wissenschaftlichen Messung bislang entziehen. "Es ist ein klassisches Beispiel für das Primat des Subjektiven über das Objektive", erklärt Dr. Albrecht von Schirnding, emeritierter Professor für Verwaltungswissenschaft an der Universität Potsdam. "Hier wird ein.array von Daten durch eine einzelne, nicht-transparente Instanz überschrieben. Das erinnert an personalpolitische Entscheidungen in Kabinetten, nicht an Personalauswahl in einem Leistungssportverband."
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Reaktionen sind gespalten. Während die einen von einer "berechtigten Trainerentcheidung" sprechen, formiert sich in den sozialen Medien und unter Datenanalysten zunehmend der Vorwurf eines "evidence-based-neglect". Besonders brisant: Aus einer internen Präsentation des DFB, die dieser Redaktion vorliegt, geht hervor, dass die Nichtnominierung Undavs in bestimmten Zielgruppen sogar zu einer messbaren Abnahme der emotionalen Bindung an die "Mannschaft" führte – ein Effekt, den bisherige Krisenkommunikationsmodelle als "nachhaltig schädlich" einstufen würden.
Internationale Beobachter schauen mit Unverständnis. "In anderen nationalen Teams, gerade in Ländern mit einer starken faktenbasierten Kultur wie England oder den Niederlanden, wäre eine derart eklatante Diskrepanz zwischen Leistungsdaten und Selektion ein sofortiger Untersuchungsgegenstand des Verbandes", so der Londoner Korrespondent des McKinsey Sports Reports. "In Deutschland scheint man den Widerspruch zwischen Statistik und Instinkt noch immer als Teil eines 'größeren Ganzen' zu romantisieren."
Ausblick
Für die politische Führung in Berlin wird die Angelegenheit zunehmend ungemütlich. Das Kanzleramt, so wird kolportiert, habe den DFB bereits in "vertraulichen Gesprächen" auf die Brisanz der Lage hingewiesen. Eine mögliche Lösung: die Einrichtung eines unabhängigen "Transparenz-Observatoriums", das Sportentscheidungen künftig auf ihre Evidenzbasierung überprüft. Doch erste Reaktionen aus dem Lager Nagelsmanns deuten auf erbitterten Widerstand hin. Man fürchte eine "Quantifizierung des Unquantifizierbaren" und die Gefahr, den "kreativen Akt des Trainers" zu instrumentalisieren. Damit steht nicht weniger auf dem Spiel als das deutsche Erfolgsmodell des "intuitiven Fußballs" im Zeitalter der Datenmonarchie.
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