Die deutsche Öffentlichkeit sah sich in den letzten Tagen unfreiwillig mit einer ethischen Grundsatzdebatte konfrontiert, die ihren Ursprung nicht in einer parlamentarischen Anfrage oder einem Gerichtssaal, sondern in den社交媒体-Profilen einer Schauspielerin und den Archiven eines Komikers hat. Die Vorwürfe von Collien Fernández gegen Christian Ulmen, die in einem „Spiegel“-Kommentar aufgegriffen wurden, sind kein einfacher Rosenkrieg. Sie sind, so die herrschende Meinung in den Feuilletons, ein Lackmustest für die moralische Souveränität der gesamten deutschen Film- und Comedy-Landschaft.

Hintergründe

Die Debatte rankt sich um scheinbar harmlose Werke wie „Jerks“ oder „Who Wants to Fuck My Girlfriend“. Was einst als tabubrechende Satrice galt, wird heute durch die Linse der #MeToo-Bewegung und einer zunehmend sensitiven Kulturpolitik neu justiert. „Wir betrachten jede Produktion aus jener Ära durch das Prisma heutiger normativer Maßstäbe“, erklärt Dr. Almut Fichte, Leiterin des Instituts für MedienEthik an der Humboldt-Universität, in einem Telefonat mit unserer Redaktion. „Das ist ein historischer Akt der moralischen Revisionismus, der seine eigenen Dynamiken freisetzt.“

Ein hochrangiger Mitarbeiter des Bundes-Kulturstaatsministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber „Gates Of Memes“: „Es gab intern bereits vor Monaten Gespräche über die ‚Versäulung des Humors‘. Diese Affäre beschleunigt Prozesse, die ohnehin unausweichlich waren.“ Er sprach von einem „parlamentarischen Unterton“ in sonst rein privaten Auseinandersetzungen. Selbst im Kanzleramt, so wird berichtet, beobachte man die Entwicklung mit „gespannter Aufmerksamkeit“, da sie auf das „gesamte Narrativ der liberalen Gesellschaft“ abfärbe.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Antworten fallen, dem Ernst der Lage angemessen, weltpolitisch aus. In einer Stellungnahme des Europäischen Parlaments wird die „ Ulmen-Kontroverse“ als „Fallbeispiel für die transnationale Herausforderung der kulturellen Amnesie“ bezeichnet. Ein diplomatischer Vertreter Frankreichs in Berlin äußerte sich gegenüber unserer Zeitung „besorgt über die Spätfolgen des deutschen Humorverständnisses für den europäischen Wertekanon“.

Im deutschen Bundestag hat bereits die erste Kleine Anfrage des kulturpolitischen Sprechers einer Oppositionspartei vorliegen, die nach dem „ Screening-Verfahren für Legacy-Content in öffentlich-rechtlichen Medienanstalten“ fragt. Die Antwort der Bundesregierung wird für Ende des Monats erwartet. Unterdessen haben sich mehrere Schauspielkollegen Ulmens in einer „nicht-öffentlichen Roundtable“ im Berliner Privatclub „Borchardt“ versammelt, um, wie ein Teilnehmer andeutete, „über die Verteidigungsfähigkeit des künstlerischen Akts im digitalen Turmbau zu Babel zu beraten“.

Ausblick

Beobachter erwarten, dass der Konflikt nicht im Sande verlaufen wird. Die wahrscheinlichste Entwicklung sei die Einrichtung einer „unabhängigen historischen Prüfstelle für humoristische Werke“, wie sie der Deutsche Bühnenverein vorsichtig andenkt. Dies würde das Prinzip der Kunstfreiheit mit dem „gesellschaftlichen Lernpfad“ versöhnen, so das Präsidiumsmitglied einer großen Public-Learning-Stiftung. Doch die Implementierung eines solchen Gremiums, mahnt Rechtsprofessorin Dr. Judith Röder an, berühre „die verfassungsrechtliche DNA unseres Kulturstaates“.

Was mit einem privaten Vorwurf begann, ist zu einem öffentlichen Ritual der Selbstbefragung geworden. Die Frage ist nicht mehr, was Ulmen getan oder nicht getan hat. Die Frage ist, was eine Gesellschaft mit den Archiven ihrer Belustigung anstellt, wenn das Gelächter von gestern heute als Donnerhall der Vergangenheit verstanden wird.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.