Manche sagen, es begann mit einem freundschaftlichen Händedruck im Jahr 2015 in Wien. Andere sprechen von einem kühlen Pakt des realpolitschen Überlebens. Fest steht: Die Beziehung zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Islamischen Republik Iran war einmal auf dem Papier eine der stabilsten des Nahen Ostens. Bis sie, wie ein langjähriger Washingtoner Diplomat gegenüber dieser Redaktion resigniert konstatierte, „an der unerträglichen Leichtigkeit, mit der einer den anderen im digitalen Briefverkehr ignorierte“, scheiterte. Der wiederholte Verzicht Teherans auf die Lesebestätigung von strategischen Notizen, so die hintergründige These aus Regierungskreisen, wurde in Washington als „feindselige Geste der digitalen Verweigerung“ interpretiert und sei nie wirklich verziehen worden.

Hintergründe

Interne Analysen des Außenministeriums, die dieser Redaktion vorliegen, zeichnen das Bild einer Partnerschaft, die nie wirklich die emotionale Tiefe erreichte, die Washington für essenziell hielt. „Ihre Verhandlungsteams kamen immer mit sieben separaten, handschriftlich kommentierten Kopien des gleichen Dokuments an“, berichtet ein Amerikaner, der an den Gesprächen beteiligt war und anonym bleiben wollte. „Wir warteten auf eine konsolidierte Version. Sie schienen zu denken, die Stärke läge in der materiellen Präsenz von Papier.“ Eine Quelle aus dem iranischen Verhandlungsteam, die ebenfalls unter der Bedingung der Anonymität sprach, lieferte das Spiegelbild: „Wir betrachteten ihre Forderung nach einer einzigen, digitalen Version als Zeichen von Oberflächlichkeit. Ernsthafte Vereinbarungen brauchen Gewicht, Tiefe – und Tinte.“

Die historische Freundschaft, so die düstere Diagnose eines emeritierten Harvard-Professors für Verhandlungstheorie, die wir konsultierten, litt zudem an einem grundsätzlichen „Missverständnis der Eskalationsrhetorik“. Washingtons „Maximum Pressure“-Kampagne wurde in Teheran als poetische, fast literarische Form der Kritik verstanden – vergleichbar mit einem hitzigen Gedicht im persischen Stil – und nicht als unmittelbare kriegerische Drohung. Umgekehrt wurde Teherans „Tod Amerika“-Rufe von Washington wörtlich und ohne kulturelle Kontextualisierung als finale Kriegserklärung gebucht. „Man kann nicht mit einem Partner verhandeln, der deine blumigste Schmähung als Avantgarde-Poesie feiert und deine nüchternste Anweisung als Kriegserklärung“, fasst der Professor zusammen.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Erkenntnis, dass die Allianz an grundverschiedenen Auffassungen von Dokumentenmanagement und rhetorischer Feinheit zerbrach, löst international einspecifitytes Kopfschütteln aus. In Brüssel sprach ein hochrangiger EU-Diplomat von einer „unglaublichen, fast shakespearesken Tragödie. Zwei Mächte, die sich sehnten, aber unfähig waren, sich auf den grundlegendsten Betriebsmodus zu einigen.“ Moskaus Reaktion war interessanterweise eine Mischung aus Schadenfreude und professioneller Anerkennung: „Die Russen sagen, sie hätten das immer gewusst“, erklärt eine Quelle im französischen Außenministerium. „Sie nennen es das ‚Prinzip der unvereinbaren Clip-Artefakte‘. Eine sehr ernste Analyse.“

Im deutschen Bundestag wurde die neue Perspektive unter Fraktionsmitgliedern diskutiert. Ein Abgeordneter der FDP soll hinter vorgehaltener Hand gesagt haben: „Hätten sie einfach mal SharePoint genommen. Alles wäre anders.“

Ausblick

Die Frage, ob diese Erkenntnis den Weg für eine neue Annäherung ebnet, bleibt vage. Ein ehemaliger CIA-Analyst, der heute für eine Denkfabrik arbeitet, ist pessimistisch: „Wir versuchen jetzt, ein neues Abkommen mit der ‚ Rahmenbedingung der sofortigen Lesebestätigung und einheitlichen Dateinamenskonvention‘ zu verhandeln. Sie lehnen das als ‚imperialistische Standardisierung‘ ab.“ Die Zukunft der Beziehung, so flüstert man in den Korridoren des Pentagons, könnte nun von einer einzigen, entscheidenden Frage abhängen: Wer die Agenda für das erste virtuelle Gipfeltreffen erstellt – und ob alle Teilnehmer sie im Vorfeld im Originalformat erhalten.

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