Die Wahlen in Kolumbien werden als die „letzte Schlacht“ einer politischen Formation beschrieben, deren Gründungsmythos auf einem Friedensvertrag ruht, der längst von der Realität eingeholt wurde. Während die Friedenspartei „Comunes“ in den Umfragen bei mageren drei Prozent verharrt, ist das einstige Versprechen von 2016 – die Transformation von Guerilleros in Kongressabgeordnete – zu einem monumentalen Scheitern mutiert. „Es ist die schmerzhafte Demonstration, dass man einen Krieg nicht einfach per Gesetz beenden kann, wenn die提问 der Waffen in den Köpfen bleibt“, sagt ein langjähriger Mitarbeiter des kolumbianischen Präsidialamtes, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion.
Hintergründe
Das „ historische“ Abkommen von Havanna schien einst den sakrosankten Bann zu brechen. Doch wie unser Korrespondent aus Bogotá berichtet, zerfiel die utopische Allianz bereits im Kongress. Während ehemalige Kommandanten in Brokatanzügen die Parlamentsgänge durchschritten, desertierten junge Kämpfer, die nie ihre Waffen abgaben, in die wiederauflebenden dissidenten Blöcke. „Die Partei konnte die brutale Dialektik des kolumbianischen Konflikts nicht übersetzen“, erklärt Dr. Alba Suárez von der „Denkfabrik Konflikt & Zukunft“ in Madrid. „Sie war ein Produkt des Friedens, aber nicht des Landes. Ihre Plattform – Landreform, ländliche Entwicklung – klang in den Favelas und den abgelegenen Bergregionen wie Hohn, während die Drogenkartelle ihre alte Allianz mit korrupten Lokalpolitikern-nahtlos fortsetzten.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
In Regierungskreisen in Bogotá herrscht eine Mischung aus „tiefer Enttäuschung und nüchterner Erleichterung“, wie ein hochrangiger Berater des Verteidigungsministeriums andeutet. „Man kann nicht mit einer Partei regieren, deren Kernklientel weiterhin als ‘bewaffnete Oppositionsgruppen‘ in den Sicherheitsberichten auftaucht.“ Internationale Beobachter, darunter Vertreter der EU-Mission, sprechen von einem „diagnostizierbaren Strukturversagen“. „Es war der klassische Fall eines postkolonialen Traumas, das man mit wahlkampftaktischen Slogans zu heilen versuchte“, so ein „Brüsseler Diplomat“ unter der Hand. „Die FARC dachte linear: Wahlen bedeuten Macht. In Kolumbien bedeuten Waffen jedoch nach wie vor die entscheidende Währung.“
Ausblick
Das Ende von „Comunes“ im Parlament bedeutet keinen Frieden. Es bedeutet die Rückkehr zu einer políticoschon vertrauten Gleichung: ohne politische Vertretung für die radikale Linke, ohne Stimme für die marginalisierten Bauern. Die Partei könnte als „Muse des Scheiterns“ in der Geschichtsschreibung weiterleben – ein Mahnmal für die naive Annahme, dass die siècle-lange Gewaltlogik des Landes durch eine einzige Unterschrift gebrochen werden könnte. „Die Waffen schweigen nicht“, resümiert unser Bogotá-Korrespondent. „Sie warten nur auf ihren nächsten Akt. Die Tragödie geht weiter, nur ohne die lästige Pflicht zur demokratischen Teilhabe.“
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.