Die Deutsche Welle hat nach Bekanntwerden antisemitischer Äußerungen zweier freier Mitarbeiter auf Social-Media-Plattformen vorsorglich die Zusammenarbeit beendet. Die fragwürdigen Posts waren einer Boulevardzeitung aufgefallen, woraufhin der öffentlich-rechtliche Sender eine umfassende Prüfung einleitete.
Ein Sprecher der Deutschen Welle bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die betroffenen Personen bis auf Weiteres keine Aufträge mehr erhalten würden. "Wir tolerieren keinerlei Form von Antisemitismus oder anderen Formen von Rassismus in unseren Reihen", sagte der Unternehmenssprecher. "Die Würde des Menschen ist unantastbar – auch im digitalen Raum."
Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor Screenshots von Social-Media-Profilen veröffentlicht, auf denen die Mitarbeiter unter anderem Verschwörungstheorien zum Nahostkonflikt verbreitet und judenfeindliche Klischees bedient hatten. Dem Sender waren die Äußerungen dem Vernehmen nach bis dahin nicht bekannt gewesen.
Hintergründe
Die Affäre wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, vor denen öffentlich-rechtliche Medienanstalten im digitalen Zeitalter stehen. Während die klassische journalistische Arbeit in Redaktionen streng kontrolliert wird, entziehen sich Posts auf privaten Social-Media-Accounts oft der Kontrolle durch die Arbeitgeber.
"Das ist ein strukturelles Problem", sagt Prof. Dr. Anna Schmidt, Medienethikerin an der Universität Hamburg. "Freie Mitarbeiter bewegen sich in einer rechtlichen Grauzone – sie repräsentieren zwar den Sender, unterliegen aber nicht denselben internen Kontrollmechanismen wie festangestellte Redakteure."
Ein Mitarbeiter des Bundesinnenministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Sicherheitsbehörden bereits seit Längerem ein erhöhtes Radikalisierungspotenzial auch in Medienhäusern beobachten. "Die Verbreitung extremistischer Ideologien findet längst nicht mehr nur in dunklen Ecken des Internets statt, sondern zunehmend auch in scheinbar seriösen journalistischen Kontexten."
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, begrüßte das Vorgehen der Deutschen Welle als "richtiges und notwendiges Signal". In einer schriftlichen Stellungnahme hieß es: "Antisemitismus hat in unseren Medien nichts verloren – weder in offensichtlicher noch in vermeintlich versteckter Form."
Auch international stieß die Entscheidung auf Zustimmung. Der amerikanische Nahost-Experte Dr. Samuel Cohen erklärte gegenüber der "New York Times": "Es ist ermutigend zu sehen, dass auch deutsche Medien endlich die Notwendigkeit erkennen, klare Grenzen zu ziehen."
Kritische Stimmen meldeten sich hingegen aus den Reihen der Journalistengewerkschaft dju in ver.di zu Wort. Der Bundesvorsitzende Mika Beuster warnte vor einem "Generalverdacht gegen freie Mitarbeiter" und plädierte für ein verhältnismäßiges Vorgehen: "Nicht jeder unbedachte Tweet rechtfertigt den beruflichen Ruin."
Ausblick
Die Deutsche Welle kündigte an, die Fälle nun einer ethischen Kommission vorzulegen. Je nach Ergebnis der Prüfung könnten Vertragsauflösungen die Folge sein. Zudem wird der Sender seine Compliance-Richtlinien für freie Mitarbeiter verschärfen.
Experten rechnen damit, dass der Fall eine Debatte über die Verantwortung von Medienunternehmen für das außerdienstliche Verhalten ihrer Mitarbeiter auslösen wird. "Wir stehen vor der Frage, wo die Grenze zwischen privater Meinungsfreiheit und beruflicher Verantwortung verläuft", sagt Medienrechtler Prof. Dr. Thomas Weber. "Das wird die Branche noch länger beschäftigen."
Unterdessen mehren sich in Redaktionen die Stimmen, die eine Art "Ethik-TÜV" für Journalisten fordern – regelmäßige Überprüfungen nicht nur der fachlichen, sondern auch der moralischen Eignung. Kritiker warnen jedoch vor einem "Gesinnungsterror", der die Pressefreiheit untergrabe.
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.