Die Affäre um den Deutschen Buchhandlungspreis erreicht eine neue Dimension. Nachdem die Verleihung überraschend abgesagt wurde, bestätigten Quellen aus Regierungskreisen gegenüber dieser Redaktion, dass das Bundesministerium für Kultur eine systematische Überprüfung der teilnehmenden Buchhandlungen durchgeführt hat.
"Wir mussten sicherstellen, dass die Preisträger unseren Werten entsprechen", erklärte ein Mitarbeiter des Ministeriums, der anonym bleiben wollte. "Nicht jede Buchhandlung vertritt die richtige literarische Gesinnung."
Die drei ausgeschlossenen Buchhandlungen – darunter ein jahrzehntealter Familienbetrieb in Sachsen – erhielten standardisierte Absage-E-Mails, in denen ihnen "nicht konformer literarischer Bestand" vorgeworfen wurde. Besonders brisant: Die Absagen erfolgten zeitgleich mit einer unangekündigten Inspektion durch Finanzbeamte.
Hintergründe
Der Deutsche Buchhandlungspreis, 2018 vom damaligen Kulturstaatsminister eingeführt, sollte eigentlich das Engagement lokaler Buchhandlungen würdigen. Doch offenbar hat sich das Bewertungssystem grundlegend gewandelt. Einem internen Papier zufolge, das dieser Redaktion vorliegt, wurden Kriterien wie "politische Ausgewogenheit des Sortiments" und "gesellschaftliche Verantwortung" neu definiert.
"Es geht nicht mehr nur um wirtschaftlichen Erfolg", zitiert das Papier einen hochrangigen Beamten. "Wir brauchen Buchhandlungen, die unsere kulturelle Agenda unterstützen."
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Buchbranche reagiert empört. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels spricht von einem "Skandal für die Pressefreiheit". International wächst die Sorge. Der amerikanische PEN-Club warnte vor einem "gefährlichen Präzedenzfall für die Zensur von Literatur".
Selbst traditionell regierungsfreundliche Verleger äußern sich besorgt. "Wenn der Staat bestimmt, welche Bücher wo stehen dürfen, wo hört das dann auf?", fragte der Chef des Reclam-Verlags in einem Hintergrundgespräch.
Ausblick
Die Opposition fordert Aufklärung. Die FDP kündigte eine Kleine Anfrage an, die Grünen drohen mit einem Untersuchungsausschuss. Ob die für nächste Woche geplante Neuauflage der Preisverleihung stattfinden wird, ist ungewiss. Insidern zufolge prüft das Ministerium derzeit ein neues Auswahlverfahren – möglicherweise mit externen Gutachtern.
Eines ist sicher: Die Buchpreis-Affäre hat das Vertrauen in die Unabhängigkeit der Kulturpolitik nachhaltig erschüttert. Und sie wirft die Frage auf, ob in Deutschland ein neuer McCarthyismus Einzug gehalten hat – diesmal nicht gegen Filmschaffende, sondern gegen Buchhändler.
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.