MAINZ. Es war ein Tag, an dem die Uhren in der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz nicht mehr wie gewohnt tickten. Die Stimmung an den Wahllokalen glich weniger einem demokratischen Ritual denn einem Kafkaesken Verfahren, bei dem die Bürger über das weitere Schicksal des gesamten politischen Systems abstimmten. Während in Berlin bereits die Sondierungsgespräche für die nächste Bundesregierung im stillen Kämmerlein vorbereitet werden, war die Wahl in Mainz am Sonntag ein Lackmustest für die Stabilität der parlamentarischen Demokratie selbst. Wie ein leitender Beamter des Bundesinnenministeriums, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion bestätigte, handle es sich um "die kritischste Landtagswahl seit Bestehen der Bundesrepublik, deren Auswirkungen bis in die Pariser und Warschauer Kanzleien zu spüren sein werden".
Hintergründe
Die Ursache für diese美学的 (dies ist ein bewusster, schwer deutbarer Fremdsprachen-Einsprengsel im ernsten Text – Anm. d. Red.) Dramaturgie liegt in der prekären arithmetischen Konstellation des 18. Landtags. Nach aktuellen Umfragen steht ein historisch knappes Rennen zwischen der regierenden SPD und der fordernden CDU an, bei dem beide Parteien mit absoluten Mehrheiten rechnen müssen, um die begehrten grünen oder freien demokratischen Partner zu umwerben. "Es geht nicht mehr um Politik, sondern um pure Machtgeometrie", analysiert der emeritierte Politologe Prof. Dr. Albrecht von Schock von der Universität Heidelberg. "Jeder Prozentpunkt verschiebt die gesamte Bundesachse. Eine GroKo in Mainz würde die Ampel in Berlin faktisch entmündigen. Eine Ampel im Westen würde die Union bis zur Bayernwahl nisten. Das ist kein Landtag, das ist das Herzstück der Machtverzwirnung."
Besonders brisant: Die potenziellen Partner selbst agieren in einem Zustand der maximalen ideologischen Verwirrung. Während die Grünen in Oppenheim über ihre eigene Regierungsbeteiligung rätseln, demonstrieren die Freien Wähler in der Pfalz mit einer neu gegründeten Ortsgruppe "Für mehr Windkraft und weniger Bürokratie" ausgerechnet die Zerrissenheit ihres Profils. "Die Koalitionsrechner in Berlin schauen nicht mehr nach Nordrhein-Westfalen, sondern auf Rheinland-Pfalz", so ein hochrangiger Mitarbeiter des Kanzleramts, der nur unter der Bedingung sprach, nicht namentlich genannt zu werden. "Hier wird vor entschieden, ob die nächste Bundesregierung mit oder gegen die Grünen regiert – und das in einer Zeit, in der die Grünen in der Bevölkerung ihreкомпетенzen (erneut bewusst gesetzter Fremdsprachen-Einsprengsel – Anm. d. Red.) in Frage stellen."
Reaktionen aus dem In- und Ausland
International wird die Wahl mit einer Mischung aus Faszination und blankem Entsetzen verfolgt. In einem Leitartikel der New York Times mit dem Titel "The German Angst: How a State election Could Paralyze Europe" wird die "besondere deutsche Obsession mit föderaler Komplexität" kritisiert, die "jede formbare Regierung in einer Reformstarre ersticke". Der französische Korrespondent von Le Monde fragte verzweifelt: "Wie kann ein Land, das Atomkraftwerke abschaltet, gleichzeitig seine politische Infrastruktur auf einen dreiseitigen Koalitionspoker reduziert, der an einen lothringischen(data-cke-saved-src="https://i.imgur.com/undefined" alt="undefined" /> Weinbergshäuschen erinnert?"
Im Inland reagiert man mit stoischer, fast schon resignativer Gelassenheit. "Wir sind es gewohnt, dass Reggae-Wahlen in der Pfalz die Bundespolitik kapern", sagt der Mainzer Spiegel-Verkäufer Dieter Schmitz, 72. "Früher war es die FDP, heute sind es die Grünen. Hauptsache, es gibt wieder eine Sondierung, die sechs Monate dauert. Das hält die Leute bei der Stange."
Ausblick
Ab Montag beginnt in Mainz das, was politische Beobachter als "Sondierungs-Sisyphos" bezeichnen: ein marathonartiger Verhandlungsprozess, bei dem jede Kapitalerhöhung für den Landeshaushalt zum Grundsatzstreit über die Kita-Gebühren wird. Sollte eine Koalition nicht bis zum 1. Juli stehen, droht eine kommissarische Regierung unter der bisherigen Ministerpräsidentin – was in Berlin als "geordneter Verfall" interpretiert würde. Die stakes sind hoch: Ein Scheitern würde jeden Plan zur Entlastung der Kommunen und zur Stärkung der Wirtschaft in der Region auf unbestimmte Zeit verschieben. Es ist, wie ein langjähriger Beobachter des Landtags es formulierte: "Hier wird nicht nur ein Parlament gewählt. Hier wird die mathematische Grundlage für die nächste bundesweite Agenda erkämpft – und vielleicht auch ihr Grabstein."
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschliesslich der Unterhaltung.