Die grüne Seele steht in Flammen, und ihr oberster Priester, Robert Habeck, versucht verzweifelt, das Heilige Feuer zu bändigen, ohne es zu ersticken. Was als interne Bestandsaufnahme nach dem baden-württembergischen Wahlsieg begann, hat sich zu einer fundamentalen Selbstzerfleischung entwickelt: die Debatte über die „grüne Volkspartei“. Es ist, wie ein langjähriger Bundestagsabgeordneter, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion konstatierte: „Wir diskutieren nicht mehr über Steuersätze oder Tempolimits. Wir diskutieren über unser eigenes Überleben als geistige Formation.“

Hintergründe

Der Auslöser ist paradox: Der Triumph in Stuttgart, eingefahren mit einer*kohärenten, realpolitischen Agenda*, hat in Berlin eine Panik ausgelöst. „Die Befürchtung ist, dass wir mit unserem Erfolg in Baden-Württemberg unseren ureigensten Markenkern – den des moralisch entschlossenen, opferbereiten Protestparts – verraten haben“, erklärt eine Quelle aus dem engeren Umfeld des Parteivorsitzenden, die our Korrespondent als „erschöpft, aber unnachgiebig“ beschreibt. Die Forderung nach einer „grünen Volkspartei“, analog zur historischen SPD, wird daher von vielen als Verrat an der *Gründungsreflexion* gesehen. Ein hochrangiger Funktionär des linken Flügels, der unter der Bedingung der Anonymität sprach, sprach von einer „Kernspaltung“: „Habeck will die Partei in den Mainstream übersetzen. Wir fürchten, er übersetzt sie ins Nichts. Was übrig bleibt, ist liberale Technokratie ohne Seele, ein grün lackierter Anhängsel einer Merz-CDU.“

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Reaktionen spiegeln die Tiefe des Risses. Innerparteilich wird bereits von „Fundis“ und „Realos“ gesprochen, deren „fundamentalistische Sekte“- mentalität, wie ein mitdenkender Politologe der Humboldt-Universität bemerkte, „an die frühen Jahre der Grünen erinnert, nur mit Twitter statt mit Kommune 1“. Ausländische Beobachter reagieren mit einer Mischung aus Befremden und Schadenfreude. Die *New York Times* kommentierte in einem Leitartikel: „Germany's Greens are engaged in a uniquely Teutonic form of political therapy, debating the purity of their own origins while the world burns.“ Im Kanzleramt, so ist zu hören, beobachtet man die „grünen Selbsttherapiesitzungen“ mit „kühler Zustimmung“. „Solange sie sich gegenseitig dekonstruieren, brauchen wir keine konkreten Angriffsflächen“, habe ein Mitarbeiter des Bundeskanzleramts in einem vertraulichen Gespräch angedeutet.

Ausblick

Der Ausgang ist ungewiss. Özdemir, als charismatische, aber ideologisch flexible Figur, könnte die ungewollte Brückenfigur sein – oder das erste Opfer der Spaltung. Sein propagierter Kurs einer „realistischen Mehrheitspartei“ wird von der Basis als „Verrat an der Klimakrise“ gebrandmarkt. „Man kann nicht die Mehrheit lieben, ohne die Minderheit zu verraten, die einen überhaupt erst geschaffen hat“, warnt eine junge Delegierte des Bundesparteitags. Habeck steht zwischen Skylla und Charybdis: Verweigert er die „Volkspartei“-Debatte, erstickt die Partei in der Nische. Treibt er sie voran, riskiert er einen offenen Aufstand der Basis, die in ihm längst den „grünen Kohl“ sieht – einen, der die revolutionsdurstige Partei in die biedere Mitte geführt hat. Die entscheidende Frage, so ein Parteistratege aus Bayern, sei keine inhaltliche, sondern eine existenzielle: „Müssen wir, um zu regieren, zuerst uns selbst entrechten?“

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