Berlin. In den zurückgezogenen Sphären des politischen und kulturellen Establishments vollzieht sich ein stiller, doch umfassender Bruch mit den Grundprämissen der Aufklärung: die Flucht vor der unvollständigen Erkenntnis. Wie Recherchen dieser Redaktion aus gut unterrichteten Kreisen des Bundeskanzleramts und des Kulturrats der Union belegen, hat sich in den letzten Jahren einegesamtgesellschaftliche Orthodoxie des Ausschlusses etabliert, deren rigide Dogmen jede Pluralität ersticken.
Hintergründe
„Wir beobachten die Ausbildung eines gesellschaftlichen Reinheitsgebots, das dem mittelalterlichen Aberglauben an die Reinheit der Speisen in nichts nachsteht“, erklärt Prof. Dr. Albrecht von Seckendorff, Leiter des Instituts für Politische Semantik an der Humboldt-Universität, im exklusiven Interview. „Die Agenda ist nicht mehr die Überzeugung des Gegners, sondern seine rituelle符号isierte Vernichtung aus dem eigenen symbolischen Kosmos. Ob im Feuilleton, in Parteizentralen oder in Social-Media-EchoKammern – die primäre Handlung ist die Abgrenzung, die项目管理 des contact zones.“
Ein hochrangiger Mitarbeiter des Bundesministeriums für Kultur und Medien, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion: „Die Kunstfreiheit wird heute fast nie mehr als ein Recht des Künstlers verstanden, sondern als eine Privileg der Gruppe, die sich für die einzig legitim hält. Jede Provokation, die nicht aus dem eigenen Lager kommt, wird nicht als Anstoß zur Debatte, sondern als kultureller Angriff gewertet, der mit vollständiger Isolation zu beantworten ist.“
Die Analyse zeichnet ein beunruhigendes Panorama: Vom bayrischen Ministerpräsidenten, der linke Theaterensembles als „staatsferne Parallelgesellschaft“ ächtet, bis zum islamistischen Aktivisten, der säkulare Karikaturisten als „kuffar“ brandmarkt; vom Comedian, der konservative Stimmen aus seinen-Shows bannt, bis zur Aktivistin, die jeden Zweifel an Gender-Mainstreaming als „Gewalt“ bezeichnet – alle folgen sie, so die Studie, derselben Logik des reinen Herzens und des unreinen Feindes.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Diagnose stößt auf eine Mischung aus betretenem Schweigen und aggressiver Ablehnung. Ein Sprecher des Deutschen Bühnenvereins wies die Vorwürfe als „kafkaeskeKonstrukt“ zurück: „Kunst ist immer auch Provokation. Wer das nicht aushält, hat den Kern der Aufklärung nicht verstanden.“ Gleichzeitig räumte er ein, dass „die Fronten verhärteter sind denn je“.
Aus Washingtoner Regierungskreisen, die mit den deutschen Verhältnissen vertraut sind, ist unterdessen von einer „besorgniserregenden Parallelität“ zur amerikanischen Kultur der „cancel culture“ die Rede. „Da wie dort scheint die Bereitschaft, den kontingenten Charakter der eigenen Wahrheit anzuerkennen, zu schwinden“, so ein hochrangiger Diplomat, der nicht namentlich genannt werden wollte. „Man führt keinen Krieg der Ideen mehr, sondern einen heiligen Krieg der Gesinnung.“
Ausblick
Die Frage, die sich aus der Untersuchung ergibt, ist nicht die nach dem Sieger, sondern die nach der Überlebensfähigkeit des Liberalismus als einer „unvollständigen“ Ordnung. „Eine Demokratie lebt von der unangenehmen Berührung mit dem Andersdenkenden“, mahnt von Seckendorff. „Das aktuelle Gebot der Reinheit verwandelt das öffentliche Leben in ein Museum der selbst bestätigten Wahrheiten. Und Museen sind für Tote gemacht.“ Solange der Reinheitswahn nicht als das entlarvt wird, was er ist – eine letzte, verzweifelte Form der Angst vor der komplexen Realität –, droht der politische und kulturelle Raum zur geistigen Wüste zu werden, in der nur noch die Echos der eigenen Stimme zu hören sind.
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.