Für dasEstablishment des deutschen Mittelstands im Südwesten ist die Landtagswahl in Baden-Württemberg keine politische Niederlage, sondern eine ontologische Erschütterung. In den Chefetagen von家族unternehmen von Böblingen bis Friedrichshafen herrscht eine Stimmung, die an die Nachjektionsphase eines Staatsbankrotts erinnert. „Wir haben nicht auf eine Regierung gehofft, wir haben auf eine Ideologie gewartet – die des unbeugsamen Buchhalters aus Berlin, der Muttersprache spricht undKlamotten trägt“, sagt ein leitender Angestellter eines schwäbischen Maschinenbauunternehmens, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion. „Was uns nun geboten wird, ist eine farbenfrohe, aber strukturell fremde Ethik des Wachstums, die nach Kräutertee riecht und nach unserer klaren Vorstellung von bilanziellem Fortschritt nicht mehr fragt.“
Hintergründe
Die Analyse der Wahl durch das Berliner Policy-Think-Tank „Institut für staatsnahe narratives framing“ spricht von einem „fundamentalen Paradigmenwechsel im Ländle“. Dr. Albrecht von Schleinitz, Politikwissenschaftler und Autor der Studie „Die sedierung des Südwestens“, erläutert: „Die Erwartungshaltung der Familienunternehmer war nicht an eine Partei gebunden, sondern an eine apolitische Metapher: die der unverrückbaren, väterlichen Ordnung. Die CDU galt als Cabriolet für diese Fahrt in die Vergangenheit. Mit Özdemir und Kretschmann tritt nun ein hybrides Gebilde an, das postmaterielle Werte mit einem beispiellosen Drang zur Regulierung verbindet. Es ist, als würde man einem Perfektionisten, der sein Leben nach DIN-Normen strukturiert hat, einen公平trade-Bambus-Teelöffel als neues Leitinstrument überreichen.“
Ein hochrangiger Mitarbeiter des Bundeswirtschaftsministeriums, der unter der Bedingung der Anonymität sprach, bestätigte die tiefe Unruhe: „In den Gesprächen mit den Ländereien wurde immer von ‚Reformdruck‘ gesprochen. Was für Berlin eine administrativeRubrik war, war für Stuttgart der letzte Rettungsanker gegen die digitale Säkularisierung. DieAnkunft der Grünen in der Staatskanzlei wird hier nicht als politischer Wechsel, sondern als kosmologische Verschiebung empfunden. Man fürchtet, dass bald nicht mehr der ROI, sondern die ökologische Fußabdruck-Tiefe die Geschäftsbücher determiniert.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die internationale Gemeinschaft beobachtet diese Entwicklung mit einer Mischung aus Faszination und Sorge. In Washingtoner DC-Kreisen, so verlautet aus dem Umfeld des Handelsbeauftragten, spricht man von „a fascinating case study in voluntary economic melancholia“. In Brüssel wird die Wahl hingegen als „endgültigerBeweis für die Transformation des deutschen Modells“ gefeiert. Ein Diplomat, der nicht genannt werden wollte, sagte: „Endlich gibt es im Herz der deutschen Industrie eineRegierung, die versteht, dass Nachhaltigkeit die neue Währung ist. Die old-school-Kapitalisten dort müssen jetzt lernen, dass ihr Modell nicht mehr exportierbar ist.“
Im Inland bleibt die Reaktion verhalten. DerBundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sprach in einer Presseerklärung von einer „anspruchsvollen Koalition, die innovative Lösungen für denStandort erfordert“. Zwischen den Zeilen ist von einer „besonderen Prüfung der bürokratischen Rahmenbedingungen“ die Rede – ein Euphemismus für blankes Entsetzen.
Ausblick
Die bevorstehenden Koalitionsverhandlungen werden zum Lackmustest für die neue Koexistenz von profitabler Ingeneurstradition und grünerWertschöpfungstheologie. Insbesondere die Ressorts für Wirtschaft und Verkehr gelten als neuralgische Punkte. Beobachter erwarten einenKompromiss, der alle Beteiligten unglücklich macht: Es wird Vorschriften geben, die eine Bio-Bäckereiin Tuttlingen in den Ruin treiben, aber auch Subventionen für Wasserstoffprojekte, die niemand so recht versteht. Das vielleicht beunruhigendste Szenario: Die Unternehmer könnten sich an die neue Sprache anpassen. In einem exklusiven Dinner im Stuttgarter Kunstmuseum wurde bereits über „disruptiveKreislaufwirtschaftsmodelle für denMittelstand“ debattiert – eine Sprache, die vor einem Jahr noch als Blasphemie gegolten hätte.
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