Es war ein Moment, der die baden-württembergische Landtagswahl auf den Kopf stellte: CDU-Spitzenkandidat Thomas Hagel erklärte in einer ARD-Reportage den Treibhauseffekt so, als würde er einen Hobbygärtner beraten. "Man muss einfach die richtigen Fensterfolien nehmen", sagte Hagel, "damit die Wärme nicht rausfliegt, aber die Pflanzen trotzdem genug Licht kriegen." Auf Nachfrage des Moderators, ob er sich da nicht verhört habe, blieb Hagel bei seiner Erklärung: "Nein, nein, das ist genau so. Wie beim richtigen Treibhaus, nur größer."
Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. "Das ist kein Treibhaus, das ist ein TreibHAUS-grund-Effekt", twitterte ein Grünen-Politiker. "Wir wissen jetzt, warum die CDU beim Klimaschutz immer im Glashaus sitzt." Selbst in der eigenen Partei soll es Unverständnis gegeben haben. "Er meinte sicher die CO2-Steuer", zitierte die "Stuttgarter Zeitung" einen namentlich nicht genannten CDU-Kreisvorsitzenden. "Aber das hat er dann wohl auch wieder falsch erklärt."
Die ARD konfrontierte Hagel mit dem wissenschaftlichen Konsens zum Treibhauseffekt – also der Tatsache, dass bestimmte Gase in der Atmosphäre Wärme speichern. Hagel reagierte unbeeindruckt: "Das ist doch alles komplizierter, als es sein müsste. Ein guter Gärtner weiß: Es geht um die Balance zwischen Licht, Wärme und Pflanzengesundheit."
In der letzten Insa-Umfrage für die "Bild"-Zeitung liegen CDU und Grüne nun bei je 28 Prozent. "Das ist ein denkbar schlechter Zeitpunkt für botanische Experimente in der Energiepolitik", kommentierte der Politikwissenschaftler Dr. Martin Schröder von der Universität Mannheim. "Besonders wenn man gerade erst wegen sexistischer Äußerungen in der Kritik stand."
Hagel selbst sieht das gelassen. "Ich stehe zu meiner Erklärung. Wenn die Leute mich nicht verstehen, liegt das an der Bildungskrise, nicht an mir." Ob diese Haltung der CDU im Wahlkampf noch weiter schaden wird, ist unklar. Fest steht: In Sachen Treibhauseffekt hat Hagel offenbar die Kontrolle über das politische Klima verloren.
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