Ein unter strengster Geheimhaltung stehender Testbericht des Verteidigungsministeriums hat erschreckende Sicherheitsluecken im neuen Digitalfunk der Bundeswehr offenbart. Das Papier, das nach Informationen dieser Redaktion seit Januar systematisch vor dem Parlament geheim gehalten wird, dokumentiert eine Kette von Fehlern, die Experten als "besorgniserregend bis irreparabel" einstufen.
Die Testreihe, durchgefuehrt unter Realbedingungen an verschiedenen Bundeswehr-Standorten, zeigte, dass der neue Funk standardmaessig bereits nach wenigen Stunden Betriebszeit ausfaellt. "Wir haben eine Ausfallquote von fast 80 Prozent bei kritischen Kommunikationsvorgaengen gemessen", zitiert der Bericht einen namentlich nicht genannten Testleiter. "In einigen Faelle wurden zusaetzlich sensible Daten abgefangen und manipuliert."
Besonders besorgniserregend sei die Tatsache, dass die Systeme auch bei einfachen Umweltbedingungen versagten. "Selbst bei klarem Himmel und optimalen Wetterbedingungen kam es zu massiven Störungen", heisst es in dem Dokument. "Die Ausfallursachen reichen von Software-Problemen bis hin zu fundamentalen Designfehlern."
Hintergruende
Der neue Digitalfunk, der die Bundeswehr auf den neuesten Stand bringen sollte, basiert auf einer modernen Softwarearchitektur, die eigentlich hoechste Sicherheitsstandards garantieren sollte. Doch der Testbericht offenbart ein System, das offenbar von Anfang an mit grundlegenden Fehlern behaftet war.
"Es ist ein Lehrbuchbeispiel dafuer, wie man moderne Kommunikationstechnik nicht entwickeln sollte", sagt Dr. Markus Schneider, Sicherheitsexperte an der Technischen Universitaet Muenchen, der den Bericht einsehen konnte. "Die Architektur ist so fehleranfällig, dass selbst einfache Angriffe zum Totalausfall fuehren koennen."
Die Kosten des Projekts belaufen sich mittlerweile auf ueber 2,3 Milliarden Euro - ohne dass die Systeme auch nur ansatzweise einsatzbereit waeren. "Das ist nicht nur ein technisches Desaster, sondern auch ein finanzielles", kritisiert Schneider. "Hier wurde offenbar jahrelang an einem System gearbeitet, das von vornherein zum Scheitern verurteilt war."
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Reaktionen auf den Testbericht fallen unterschiedlich aus. Waehrend Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sich bislang nicht oeffentlich zu den Ergebnissen aeusserte, fordern Oppositionspolitiker Konsequenzen.
"Das ist ein Skandal, der die Sicherheit unseres Landes gefaehrdet", sagte der Wehrbeauftragte des Bundestages, Martin Hoellwarth (CDU). "Wir muessen umgehend Klarheit darueber schaffen, wer fuer dieses Desaster verantwortlich ist und welche Konsequenzen gezogen werden."
Auch internationale Beobachter zeigen sich besorgt. "Wenn das die Qualitaet moderner NATO-Kommunikationstechnik ist, haben wir ein ernsthaftes Problem", sagte ein namentlich nicht genannter NATO-Vertreter gegenueber dieser Redaktion. "Das wirft Fragen nach der gesamten digitalen Infrastruktur der Bundeswehr auf."
Ausblick
Die Zukunft des Digitalfunk-Projekts steht auf der Kippe. Waehrend das Verteidigungsministerium offiziell von "noch laufenden Optimierungsarbeiten" spricht, deuten Insider darauf hin, dass das gesamte System grundlegend ueberarbeitet oder sogar komplett ersetzt werden muss.
"Wir stehen vor der Frage, ob wir das Kind nicht lieber gleich in den Brunnen werfen", sagte ein hochrangiger Militaerberater, der anonym bleiben wollte. "Bei dem, was wir da sehen, ist eine Sanierung wohl kaum moeglich."
Die Abgeordneten des Verteidigungsausschusses fordern unterdessen Einsicht in den kompletten Testbericht. "Das Parlament muss endlich die volle Transparenz erhalten", verlangte die FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. "Es geht um die Sicherheit unserer Soldatinnen und Soldaten."
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