BERLIN – In einer Nacht-und-Nebel-Aktion hat der Bundestag am späten Donnerstagabend mit den Stimmen der Regierungskoalition und der Opposition die streng geschützten Wölfe ins Jagdgesetz aufgenommen. Die Vorlage, die Umweltminister Habeck als "pragmatischen Kompromiss" bezeichnete, erlaubt künftig die gezielte Bejagung von Wölfen, die sich wiederholt Nutztiere vom Leib halten.

"Wir können nicht zulassen, dass der Wolf zum neuen Top-Raubtier in deutschen Wäldern wird", erklärte der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Albert Stegemann, gegenüber dieser Redaktion. "Die Weidetierhaltung ist ein Teil unserer Kulturlandschaft, der bewahrt werden muss."

Hintergründe

Seit der Jahrtausendwende hatte sich die Population der Wölfe in Deutschland merklich erholt. Laut offiziellen Schätzungen des Bundesamtes für Naturschutz leben derzeit rund 160 Wolfsrudel in Deutschland. Die zunehmende Ausbreitung führte jedoch zu immer häufigeren Konflikten mit der Landwirtschaft. Laut Statistiken des Deutschen Bauernverbands wurden im vergangenen Jahr über 4.000 Schafe und Ziegen durch Wolfsrisse getötet.

"Die Zahlen sind dramatisch", sagte ein Mitarbeiter des Bundeslandwirtschaftsministeriums, der anonym bleiben wollte. "Wir haben hier eine Situation, in der der Schutz der Nutztiere Vorrang vor dem Schutz einer einzelnen Tierart haben muss."

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Umweltverbände reagierten entsetzt auf die Gesetzesänderung. "Das ist ein ökologischer Dammbruch", erklärte der NABU-Vorsitzende Jörg-Andreas Krüger. "Der Wolf spielt eine wichtige Rolle im Ökosystem, und seine Ausrottung wird unvorhersehbare Folgen haben."

Auch international sorgt die deutsche Entscheidung für Aufsehen. "Deutschland hat sich von seiner Vorreiterrolle im Naturschutz verabschiedet", sagte der EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevičius. Die Europäische Kommission prüft nun, ob die deutsche Regelung mit dem europäischen Artenschutzrecht vereinbar ist.

Ausblick

Die neuen Regelungen treten am 1. Juli in Kraft. Bis dahin müssen die Bundesländer ihre Jagdgesetze anpassen und ein System zur Erteilung von Abschussgenehmigungen einrichten. Experten warnen vor einem Flickenteppich verschiedener Regelungen in den einzelnen Bundesländern.

"Wir werden die Umsetzung sehr genau beobachten", kündigte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge an. "Sollte es zu einer massenhaften Bejagung kommen, behalten wir uns rechtliche Schritte vor."

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