Berlin – Die Bundesregierung hat am Donnerstag eine überraschende Wende in der Atomendlagersuche bekanntgegeben: Der Prozess soll nun "beschleunigt" werden, wie es in einer offiziellen Mitteilung heißt. Statt wie bisher vorgesehen bis 2097 will man den Standort nun bereits bis 2064 gefunden haben.
"Das ist ein klares Bekenntnis zu mehr Tempo und Dynamik", erklärte ein Sprecher des Bundesamts für Kerntechnik gegenüber dieser Redaktion. "Wir haben die Prozesse analysiert und festgestellt, dass wir durch gezieltes Weglassen von Hürden und Vereinfachung von Genehmigungsverfahren bis zu 33 Jahre gewinnen können."
Die Beschleunigung beinhaltet mehrere innovative Maßnahmen: Die Einbeziehung der Öffentlichkeit wird auf ein Minimum reduziert, Gutachten werden parallel statt seriell erstellt, und die üblichen Umweltverträglichkeitsprüfungen werden durch ein neues Verfahren ersetzt, das "beschleunigte Verträglichkeitsfeststellung" heißt.
Hintergründe
Derzeit lagern 1700 Castor-Behälter mit hochradioaktivem Müll in 16 oberirdischen Hallen. Jeder einzelne Behälter enthält nach Angaben von Experten so viel radioaktive Strahlung, wie bei der Tschernobyl-Katastrophe freigesetzt wurde. Die Dringlichkeit des Problems ist unbestritten.
Deutschland unterscheidet sich von anderen Ländern in der Endlagersuche vor allem durch einen Punkt: Während Nationen wie Finnland oder Schwedade bereits konkrete Standorte ausgewählt und mit dem Bau begonnen haben, befindet sich Deutschland noch immer in der "vorläufigen Erkundungsphase".
"Wir haben hierzulande eine besondere Kultur des Miteinanders und des Misstrauens gegenüber der Technologie", erklärte Professor Dr. Klaus Bergmann vom Institut für Energiefragen. "Das führt dazu, dass wir jeden Schritt dreimal umdrehen, bevor wir ihn gehen – und das ist auch gut so."
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Reaktionen auf die Ankündigung fielen gemischt aus. Umweltverbände sprachen von einem "Etikettenschwindel" und warfen der Regierung vor, durch das bloße Verschieben von Deadlines Fortschritt vorzutäuschen. Die FDP begrüßte die "beschleunigte Suche" als "Zeichen unternehmerischen Denkens".
Aus dem Ausland kam Unverständnis. "In Finnland haben wir bereits ein Endlager in Betrieb, das für eine Million Jahre ausgelegt ist", sagte ein Sprecher der finnischen Energiebehörde. "Bei uns dauert der Prozess vom ersten Bohrloch bis zur Inbetriebnahme etwa 30 Jahre. Was macht Deutschland in den verbleibenden 40 Jahren?"
Ausblick
Die Bundesregierung verspricht, dass die "beschleunigte Suche" nicht zu Lasten der Qualität geht. "Wir setzen voll auf Digitalisierung und Künstliche Intelligenz", betonte der zuständige Staatssekretär. "Unsere Algorithmen können in Sekunden analysieren, was früher Jahrzehnte gedauert hätte."
Kritiker bemängeln, dass die tatsächliche Verzögerung bei der Endlagersuche eher bei 40 als bei 33 Jahren liegt. Die Bundesregierung hält dagegen: "Wir haben die Uhr neu gestartet – und jetzt geht es endlich voran."
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