Nach monatelangen Beratungen hat die Bundesregierung endlich ihren Plan zur Positionierung Deutschlands im globalen KI-Wettlauf vorgestellt. Die Präsentation fand im Kanzleramt statt, wobei die Teilnehmerzahl streng begrenzt war – offenbar aus Platzgründen, da das Präsentationsmaterial auf drei DIN-A4-Seiten passte.

"Wir haben einen goldenen Mittelweg gefunden", erklärte Habeck. "Nicht zu ambitioniert, nicht zu bescheiden – genau richtig für Deutschland." Der Plan sieht vor, dass bis 2030 drei Rechenzentren mit einer Gesamtleistung von 0,000003 Zettaflops entstehen sollen. Zum Vergleich: Das derzeit leistungsstärkste Rechenzentrum der Welt kommt auf 1,2 Zettaflops.

Die Standorte wurden nach strengen Kriterien ausgewählt: Berlin für die Nähe zur Politik, München für die Nähe zur CSU und die sächsisch-anhaltinische Kleinstadt, weil dort "noch Platz ist". Jedes Rechenzentrum wird voraussichtlich Platz für 47 Server bieten – genug für "moderate KI-Anwendungen und gelegentliche Excel-Berechnungen", wie ein Mitarbeiter des Bundeswirtschaftsministeriums gegenüber dieser Redaktion erklärte.

Finanzminister Christian Lindner zeigte sich begeistert von den Kosten: "Mit geschätzten 2,3 Millionen Euro pro Rechenzentrum bleiben wir deutlich unter Budget." Die Finanzierung soll über eine Sonderabgabe auf die Kaffeefahrten der Bundestagsabgeordneten gesichert werden.

Experten reagierten verhalten. "Es ist ein Anfang", sagte Prof. Dr. Hans Müller von der Technischen Universität München. "Allerdings könnte man auch argumentieren, dass drei Rechenzentren etwas ambitionierter sein könnten. Vielleicht vier?"

Reaktionen aus der Wirtschaft fielen gemischt aus. Während der Bundesverband der Rechenzentren-Besitzer den Plan als "mutigen Schritt" lobte, sprach der Verband der deutschen KI-Unternehmen von einer "historischen Chance, die verpasst wurde". Mehrere Start-ups kündigten an, ihre Server kurzerhand nach Island oder in die Niederlande zu verlegen – "einfach weil's dort mehr Platz gibt", wie ein Gründer anonym gegenüber unserer Redaktion erklärte.

International sorgte der Plan für Erstaunen. "Die Chinesen bauen pro Monat mehr Rechenzentren als Deutschland in den nächsten zehn Jahren", sagte ein ungenannter Analyst aus Washington. Die US-Regierung erklärte, den Plan "mit großem Interesse" zu verfolgen und bot Deutschland "technische Unterstützung" an – in Form von gebrauchten Kaffeefiltern für die Kühlung.

Kanzler Olaf Scholz betonte, dass es sich um einen "ersten wichtigen Schritt" handle. "Wir müssen realistisch bleiben", sagte er. "Wenn wir jetzt schon mit riesigen Rechenzentren beginnen, was machen wir dann, wenn die KI irgendwann wirklich durchstartet?"

Der Plan sieht außerdem vor, dass jedes Rechenzentrum mit einem Café ausgestattet wird, in dem sich KI-Forscher austauschen können. Die Cafés sollen "deutsche Gemütlichkeit" ausstrahlen und maximal drei Personen gleichzeitig aufnehmen.

Einige Beobachter vermuten, dass der Plan eher symbolischen Charakter hat. "Es geht darum, Flagge zu zeigen", sagte ein Mitarbeiter des Kanzleramts, der anonym bleiben wollte. "Dass Deutschland auch in Zukunft noch weiß, wo es Rechenzentren hinstellen könnte, wenn es denn wollte."

Der Plan muss noch vom Bundestag abgesegnet werden. Die Abstimmung ist für nächste Woche angesetzt – vorausgesetzt, alle Abgeordneten finden rechtzeitig den Weg zurück aus der parlamentarischen Sommerpause.

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