Berlin – Das Bundesbildungsministerium hat ein umfassendes Sparpaket für schulpsychologische Dienste vorgestellt, das in der Bildungspolitik für erhebliche Verwirrung sorgt. Während eine aktuelle Studie zeigt, dass sich die psychische Gesundheit von Schülern wieder verschlechtert hat, sollen die Budgets für Therapie und Beratung drastisch gekürzt werden.
"Wir müssen Prioritäten setzen", erklärte eine Sprecherin des Ministeriums gegenüber dieser Redaktion. "In Zeiten knapper Kassen ist es wichtig, dass wir uns auf die Kernaufgaben der Bildung konzentrieren." Als Kernaufgaben definiert das Ministerium künftig vor allem Fächer, in denen Schüler noch getestet werden können – also Mathematik, Deutsch und die Fähigkeit, still zu sitzen.
Die Studie, die dem Ministerium vorliegt, zeigt ein ernüchterndes Bild: Nach einer kurzen Erholungsphase während der Lockerungsmaßnahmen der Pandemie hat sich die psychische Belastung von Schülern wieder auf Vor-Corona-Niveau eingependelt. "Das ist eigentlich eine gute Nachricht", zitiert die FAZ einen namentlich nicht genannten Experten aus Regierungskreisen. "Denn das bedeutet, wir können zum gewohnten Sparkurs zurückkehren."
Hintergründe
Die geplanten Kürzungen betreffen vor allem die sogenannten "weichen Faktoren" der Bildung. So sollen die Stundenkontingente für Schulsozialarbeiter um 30 Prozent reduziert werden, während die Finanzierung für Entspannungsübungen und Achtsamkeitstraining komplett gestrichen wird. "Wir setzen stattdessen auf digitale Resilienz-Apps", erklärte ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte. "Die sind nicht nur kostengünstiger, sondern können auch jederzeit pausiert werden, wenn das Internet mal wieder streikt."
Kritiker bemängeln, dass die Maßnahmen kontraproduktiv seien. "Es ist, als würde man Brandschutzübungen abschaffen, weil es in diesem Jahr weniger Brände gab", sagte Prof. Dr. Lena Schmidt, Leiterin der Abteilung für Bildungspsychologie an der Humboldt-Universität. "Die psychische Gesundheit von Schülern ist kein Luxusgut, das man je nach Konjunktur ein- und ausschalten kann."
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Ankündigung sorgte international für Kopfschütteln. Der finnische Bildungsminister Jukka Virtanen zeigte sich "fassungslos" und bot deutsche Kollegen einen Erfahrungsaustausch an. "Bei uns investieren wir gerade in weitere Psychologen an Schulen", sagte Virtanen. "Aber wir verstehen, dass Deutschland einen anderen Weg einschlagen möchte."
Innenpolitisch stießen die Pläne auf geteilte Reaktionen. Während die FDP die "notwendige Haushaltskonsolidierung" begrüßte, warnten Lehrerverbände vor einer "humanen Bankrotterklärung". "Wir brauchen keine zusätzlichen Psychologen, sondern bessere Noten", konterte ein Sprecher der Unionsfraktion. "Denn wer gute Noten hat, ist automatisch psychisch stabil."
Ausblick
Experten rechnen damit, dass die Kürzungen langfristige Folgen haben könnten. "Wir werden wahrscheinlich in einigen Jahren ein anderes Problem haben", prognostizierte Dr. Markus Weber vom Institut für Bildungsforschung. "Dann nämlich, wenn all die Schüler, die jetzt keine Unterstützung bekommen haben, als Erwachsene in Therapie gehen – und das Gesundheitssystem überlasten."
Das Bundesbildungsministerium sieht das gelassen. "Wir leben im Hier und Jetzt", betonte die Sprecherin. "Und im Hier und Jetzt müssen wir sparen."
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