London/Brüssel – Die politische Landschaft in Großbritannien gerät erneut ins Wanken: Der Bürgermeister von London, Sadiq Khan, hat Labour zu einem radikalen Kurswechsel aufgefordert. In einem exklusiven Gespräch mit dieser Redaktion erklärte Khan, dass seine Partei sich im kommenden Wahlkampf eindeutig für einen Wiedereintritt in die Europäische Union positionieren müsse.

"Die Zeiten haben sich geändert", so Khan, "und mit ihnen die Erkenntnis, dass der Brexit ein kolossaler Fehler war." Der Londoner Bürgermeister, der sich bereits mehrfach kritisch zum EU-Austritt geäußert hatte, sieht in einem möglichen Kurswechsel nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern auch die Chance, das zerrissene Land wieder zu einen.

Hintergründe

Khans Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, da die wirtschaftlichen Folgen des Brexits immer deutlicher zutage treten. Die britische Wirtschaft wächst langsamer als die der EU-Staaten, die Handelsbeziehungen sind komplizierter geworden, und die Arbeitsmärkte leiden unter Fachkräftemangel. "Wir haben die Rechnung für diesen nationalistischen Größenwahn bezahlt", sagte ein hoher Labour-Abgeordneter, der anonym bleiben wollte.

Dass Khan mit seiner Forderung nicht allein dasteht, zeigen Umfragen der vergangenen Monate: Fast 60 Prozent der Briten würden einer erneuten EU-Mitgliedschaft positiv gegenüberstehen, wenn diese in einem Referendum zur Abstimmung käme. Doch die Regierung in Downing Street bleibt unbeeindruckt. Ein Sprecher des Premierministers erklärte, man werde "weder dem europäischen Binnenmarkt noch der Zollunion beitreten".

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Reaktionen auf Khans Vorstoß fielen gemischt aus. Während progressive Kräfte innerhalb der Labour-Partei den Vorschlag begrüßten, warnten konservative Politiker vor einem "Verrat am Brexit-Votum". Der britische EU-Abgeordnete Nigel Farage sprach von einem "widerwärtigen Versuch, den demokratischen Willen des Volkes zu brechen."

Aus Brüssel verlautete unterdessen, dass man eine mögliche Rückkehr des Vereinigten Königreichs "mit offenen Armen empfangen" würde. Ein ranghoher EU-Diplomat, der nicht namentlich genannt werden wollte, betonte jedoch: "Ein Wiedereintritt würde nicht die Rückkehr zu den alten Verhältnissen bedeuten. Das Vereinigte Königreich müsste sich erneut verpflichten – und zwar ohne Ausnahmen."

Ausblick

Ob Khans Forderung tatsächlich in das Labour-Wahlprogramm einfließen wird, bleibt abzuwarten. Parteichef Keir Starmer hat sich bislang eher zurückhaltend zur EU-Frage geäußert und setzt auf einen pragmatischen Kurs. Doch der Druck aus den eigenen Reihen wächst. "Wir können uns keine weitere verlorene Generation leisten", so Khan.

Eines scheint klar: Die Debatte um den Brexit ist längst nicht beendet. Vielmehr könnte sie in den kommenden Monaten erneut zum bestimmenden Thema der britischen Politik werden – mit ungewissem Ausgang.

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