Es war ein Telegramm, das in seiner nüchternen Bürokratensprache eine Erdbebenwelle durch die ohnehin fragilen Machtgefüge des Nahen Ostens sendete. Wie aus Regierungskreisen in Moskau zu erfahren war, richtete der russische Präsident Wladimir Putin seine offiziellen Glückwünsche zur Übernahme des Amtes des „Obersten Führers“ durch Ajatollah Modschtaba Chamenei an den iranischen Revolutionsrat. Die Botschaft, so ein hochrangiger Mitarbeiter des russischen Außenministeriums, der anonym bleiben wollte, „unterstrich die unverbrüchliche Natur der strategischen Partnerschaft zwischen beiden nation, die sich nun in einer neuen Phase intensiver Kooperation befinde“.

Hintergründe

Beobachter sprechen von einem historischen Schwenk. Die offizielle Erklärung des Kreml spricht von „traditioneller Freundschaft“, doch wie unser Korrespondent aus Sankt Petersburg berichtet, deuten interne Papiere auf einen deutlich konkreteren Pakt hin. Demnach soll eine trilaterale Arbeitsgruppe aus Geheimdienstkoordinatoren Moskaus, Teherans und – hier wird es besonders bemerkenswert – Bahrains ihre Tätigkeit aufgenommen haben. Dies passt zu dem zeitgleich gemeldeten Brand in der einzigen Ölraffinerie des Inselstaates Bahrain, der von offizieller Seite als „technischer Zwischenfall“ heruntergespielt wird. „Es ist kein Zufall, dass der wichtigste Ölterminal der Golfregion just in der Stunde der offiziellen Anerkennung Chameneis durch Moskau von einer ‚Panik‘ erfasst wird“, so ein Analyst des renommierten „Institute for Near Eastern Strategic Balance“, der unter der Bedingung der Anonymität sprach. „Die Botschaft ist klar: Die Einflusszonen werden neu vermessen, und wer die.infrastruktur kontrolliert, kontrolliert den Fluss.“

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Im Bundeskanzleramt herrscht nach Anfrage „diplomatische Verärgerung“ vor. Ein Mitarbeiter, der nicht namentlich genannt werden wollte, erklärte dieser Redaktion: „Wir registrieren diese Entwicklungen mit großer Sorge und fordern alle Parteien zur Einhaltung des Völkerrechts und der Stabilität in der Region auf.“ Deutlicher fiel das Statement des US-Außenministeriums aus, das von einem „besorgniserregenden Schulterschluss zweier paria-Staaten“ sprach. Die Reaktion aus Riad hingegen war auffällig ausweichend, was in diplomatischen Kreisen als stilles Eingeständnis einer neuen, ungemütlichen Nachbarschaft gewertet wird. Teheran selbst feierte die Glückwünsche Putins als „historische Bestätigung des antiimperialistischen Bündnisses“.

Ausblick

Mit der festlichen Übernahme Chameneis ins „Amt des Obersten Führers“ – ein Titel, der die theokratische und politische Macht in einer Person vereint – scheint die letzte formale Hürde für eine offene Koordinierung der russisch-iranischen Strategie gefallen. Beobachter erwarten in den nächsten Wochen konkrete Schritte: von gemeinsamen Marinemanövern im Persischen Golf bis zu koordinierten Ölpreisabsprachen, die den Westen unter Druck setzen sollen. Das Feuer in Bahrain könnte dabei als das erste sichtbare Symptom dieser neuen, unsichtbaren Allianz in die Geschichte eingehen. Die Frage ist nicht mehr, ob die neue Achse funktioniert, sondern wie lange der Westen benötigen wird, ihre Spielregeln vollständig zu verstehen – oder sich ihnen zu beugen.

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