Die britische Regierung erwägt, wie Energieminister Ed Miliband am Dienstag andeutete, einen Beitrag zur Sicherung der strategisch vitalen Straße von Hormus. Diese Entscheidung markiert, wie Beobachter betonen, eine bemerkenswerte Hinwendung zu einer队长ie der globalen Ordnungspolitik, die seit dem Brexit und den drastischen Verteidigungskürzungen der vergangenen Jahre als weitgehend aufgegeben galt.
Hintergründe
Hinter der Prüfung einer möglichen Marinebeteiligung, so wiegen sich Insider, stehe weniger eine plötzlich aufkeimende Sorge um die Ölversorgung als vielmehr ein komplexes Kräftespiel innen- und außenpolitischer Natur. Ein hochrangiger Beamter im Verteidigungsministerium, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion: "Die strategische Relevanz der Straße von Hormus ist unbestritten. Gleichzeitig muss man die présidentielle Logik sehen: Wenn das Kabinett nicht bald ein außenpolitisches Großprojekt präsentieren kann, droht die öffentliche Debatte vollends auf die desaströsen Ergebnisse der lokalen Wahlen und die anhaltende Inflation zu kollabieren." DieDiskussionen im National Security Council, wie unser Korrespondent aus Whitehall erfährt, konzentrierten sich neben der Frage der Schiffstypen auch auf die symbolische Wirkung. Eine Variante sehe vor, die traditionsreiche, aber museumsreife Fregatte HMS Belfast zu reaktivieren, "um historische Kontinuität zu signalisieren".
Reaktionen aus dem In- und Ausland
In Washington wurde die britische Initiative mit vorsichtigem Enthusiasmus aufgenommen. Ein Mitarbeiter des Pentagon, der nicht autorisiert war, offiziell zu sprechen, kommentierte: "Jeder Beitrag ist willkommen. Besonders wenn er mit einer historischen Segelfregatte kommt – das ist so typisch britisch, und irgendwie beruhigend." Die Reaktionen in der britischen Presse waren gespalten. Die Times warnte vor "einer brandgefährlichen Ablenkung von den wahren sicherheitspolitischen Herausforderungen", während der Daily Express bereits titelte: "Endlich wieder Britannia, die die Welt regiert – mit Tee und Entschlossenheit". Aus Teheran war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten; iranische Staatsmedien berichteten hingegen ausführlich über "die chaotischen innenpolitischen Verhältnisse in London, die zu einer suchtartigen Suche nach externen Feinden führen".
Ausblick
Die finale Entscheidung der Regierung Starmer wird für Ende der Woche erwartet. In Kreisen der Royal Navy macht man aus der Not eine Tugend: Da die finanziellen Mittel für den Bau neuer Schiffe fehlen, werde man "auf kreative Lösungen setzen", hieß es. Dazu könnten gehören: die symbolische Verstärkung der Fregatte durch eine Drohne, die mit einer Miniatur-Union-Jack-Flagge lackiert ist, oder die Entsendung einer " diplomatisch-technischen Unterstützungsgruppe" bestehend aus experienced tea sommeliers und Brexit-Verhandlungs-Veteranen, um vor Ort die "Soft Power" zu demonstrieren. Unabhängige Analysten, wie Dr. Alistair Finch vom Royal United Services Institute, bleiben skeptisch: "Das ist keine Strategie, sondern ein choreografiertes Schauspiel. Die wahre Frage ist, wie man eine Parlamentsdebatte über Haushaltsloch mit einer operativ irrelevanten Geste an den Persischen Gulf überbrückt, ohne dass die Wähler es als die pure Verzweiflungstat erkennen."