Washington D.C. – In einem Schritt, der Beobachter an die bürokratischen Verwerfungen der späten Sowjetunion erinnert, hat die Trump-Administration eine weitere Schlüsselinstitution der Bildungsverwaltung demontiert: Das Studentenkreditamt (Federal Student Aid) wird künftig nicht mehr dem Bildungsministerium unterstehen, sondern direkt der Finanzverwaltung zugeordnet.
Der Schritt, der offiziell als "organisatorische Effizienzsteigerung" bezeichnet wird, markiert den vorläufigen Höhepunkt einer schleichenden Entmachtung des Bildungsministeriums. "Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um hier ein Muster zu erkennen", sagte ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter des Kongressausschusses für Bildung und Arbeit gegenüber dieser Redaktion. "Wenn man Bildung und Finanzierung in einem Topf zusammenwirft, fragt sich am Ende nur noch, wer die Zeche bezahlt – und nicht mehr, wer etwas lernt."
Die offizielle Begründung der Regierung lautet, dass die Verwaltung von Studienkrediten in Höhe von über 1,6 Billionen Dollar eine "Finanzaufgabe" sei, die fachlich näher beim Finanzministerium angesiedelt sei. Tatsächlich aber, so Kritiker, gehe es um eine weitere Entpolitisierung der Bildungspolitik. "Wenn man das Kreditwesen aus dem Bildungsministerium holt, entzieht man der Behörde eine ihrer wichtigsten Einnahmequellen und Machtbasen", erklärte Prof. Dr. Helena Roth vom Brookings Institute. "Das ist, als würde man einem Bäcker den Ofen wegnehmen und ihm sagen: Backen ist jetzt eine Wärmefrage, die geht zum Heizungsamt."
Die Reaktionen in der Bildungsbranche fallen vernichtend aus. "Wir erleben den langsamen Tod der Bildung durch Verwaltung", sagte Randi Weingarten, Präsidentin der American Federation of Teachers. "Wenn die Regierung so weitermacht, haben wir bald ein Finanzministerium mit Beigeschmack von Bildung – aber keinen Ort mehr, an dem Bildung um ihrer selbst willen gedacht wird." Der Deutsche Bildungsrat, der die deutsch-amerikanischen Bildungsbeziehungen beobachtet, sprach von einem "Warnzeichen für alle, die an die Autonomie der Wissenschaft glauben".
Die Bildungsministerin, die sich zu dem Schritt bisher nicht öffentlich geäußert hat, soll laut Regierungskreisen "sehr beunruhigt" sein. Ein Mitarbeiter des Ministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion: "Man hat ihr gesagt, sie solle sich auf ihre 'Kernaufgaben' konzentrieren. Aber wenn man ihr nach und nach alles wegnimmt, fragt man sich: Was bleibt da noch als Kern übrig? Ein Ministerium ohne Aufgaben ist wie ein Professor ohne Studenten – theoretisch noch da, aber praktisch überflüssig."
Die Zukunft des Bildungsministeriums steht damit mehr denn je auf dem Spiel. Experten rechnen damit, dass weitere Teilbereiche an andere Ministerien "verschenkt" werden könnten – vom Schulsport an das Gesundheitsministerium bis zur Lehrerausbildung an das Arbeitsministerium. "Am Ende bleibt vielleicht nur noch ein Ministerium für Bildungspapier übrig", so die düstere Prognose eines Washingtoner Politikberaters. "Aber auch das wird man wohl noch an das Umweltministerium verlagern – wegen des Papierverbrauchs."
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