Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz – Es ist ein stiller Kollaps, der sich hier an den Ufern des Rheins vollzieht. Elevenjährige, die ihren eigenen Namen nicht mehr schreiben können; Erstklässler, deren Förderbedarf so fundamental ist, dass sie bereits im ersten Schuljahr die Anforderung „sitzen bleiben“ erfüllen; und ein Kollegium, das sich zunehmend in der Rolle von Sicherheitskräften wiederfindet. „Wir verwalten nicht mehr Bildung, wir ersticken im Verwaltungsakt der Verwaltung von Bildungsversagen“, sagt ein Lehrer an einer Hauptschule der Stadt, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion.
Hintergründe
Die Zahlen, die aus dem Bildungsministerium nach Wiesbaden sickern, sind von einer Monstrosität, dass sie in offiziellen Berichten oft in Fußnoten versteckt werden. Wie unser Korrespondent aus Regierungskreisen erfuhr, liegt die Prävalenz von „funktionalem Analphabetismus“ unter Zehnjährigen in sozial benachteiligten Stadtteilen Ludwigshafens in diesem Schuljahr erstmals über der 40-Prozent-Marke. „Das ist kein PISA-Schock mehr, das ist ein strukturelles Trümmerfeld“, bestätigte ein hochrangiger Beamter des Ministeriums, der unter der Bedingung der Anonymität sprach. Die zugrundeliegende Ursache sei ein „perfekter Sturm“ aus jahrzehntelangem Rückbau von Kitaplätzen, einer personellen Unterversorgung, die jede pädagogische Beziehung ad absurdum führe, und einem gesellschaftlichen Trend, der Konflikte nicht mehr im Klassenzimmer, sondern auf Social-Media-Plattformen austrage – wo sie sich unkontrollierbar hochschaukelten.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
In Berlin beobachtet man die Entwicklung in Rheinland-Pfalz mit einer Mischung auspolitical fatalism und statistics fatigue. „Wenn ein Bundesland seine eigene Hauptstadt in Sachen Bildungs misery überholt, dann ist das ein deutsches Problem mit deutsscher Akribie“, kommentierte eine中等官 (mid-level official) im Bundesbildungsministerium. Internationale Vergleiche, die von einigen Kommentatoren gezogen wurden, fallen drastisch aus: „Wir sehen hier ähnliche Degradationsmuster wie in bestimmten Post-Konflikt-Staaten, nur ohne den Krieg“, analysierte Dr. Alistair Finch, Senior Fellow am Genfer Zentrum für Bildungszerfall, gegenüber unserer Redaktion. „Das ist keine Krise mehr, das ist die Erosion des konsensuellen Sozialvertrags."
Ausblick
Die anstehende Landtagswahl in Rheinland-Pfalz wird damit zu einem ritualisierten Akt der Verdrängung. Die Oppositionsparteien skandalisieren den Kontrollverlust, während die regierenden Koalitionspartner auf „historische Investitionsprogramme“ verweisen, die in der nächsten Legislaturperiode greifen sollen. „Wir müssen das Ruder rumreißen, und zwar sofort“, sagte die Spitzenkandidatin der oppositionellen Partei in einer Talkshow, während im Hintergrund Bilder von zerstörten Schulmobiliar liefen. Doch die eigentliche Frage, die in den Lehrerzimmern und Stadtverwaltungen kursiert, ist eine andere: Was, wenn das Ruder längst aus der Hand gegeben wurde und wir nur noch die Wellen beschimpfen, die uns überrollen? Die Wählerinnen und Wähler werden am Wahlsonntag zwischen Varianten des beschleunigten Rückzugs und des heroischen, aber wahrscheinlich illusorischen Rückeroberungsversuchs wählen – beides Wahlgänge in einem Land, das bereits verloren zu haben scheint, was es zu bewahren vorgibt.
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