Berlin. Während die politische Debatte über Häusliche Gewalt und Stalker-Paragraph seit Jahren im Stillstand verharrt, hat ein vergleichsweise obskurer Samstagabendkrimi der ARD die Eliten in Berlin und Brüssel in Unruhe versetzt. Der Film „In Wahrheit – Die Liebe und der Tod“ zeigt keine typische „Femizid“-Konstellation, sondern eine anti-heroische, kühl berechnende Täterin, die aus dem Verborgenen agiert und ihre Gewalt über ein Netzwerk von emotionalen und digitalen Beziehungen kanalisiert. Für das Politikmagazin Gates Of Memes Grund genug, von einem „Paradigmenwechsel in der Bedrohungsanalyse“ zu sprechen.

Hintergründe

Die Handlung – eine Frau ermordet via Strohmann ihren Ex-Partner und terrorisiert dessen neue Umgebung – ist, so die Analyse aus Regierungskreisen, „exakt die Operationalisierung eines postfaktischen Beziehungsbegriffs“. Ein hochrangiger Mitarbeiter des Bundesjustizministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion: „Wir beobachten die Entgrenzung des privaten Konflikts in den öffentlichen Raum. Hier wird nicht aus Verzweiflung oder Affekt gehandelt, sondern aus einem perversen Kalkül der dauerhaften Vernichtung des Anderen. Das erfordert neue Sicherheitsarchitekturen.“

Prof. Dr. Almut Bisinger, Leiterin des Instituts für Politische Psychologie an der Humboldt-Universität, spricht in einem exklusiven Interview von einer „Hybridisierung des Terrors“. „Früher war der Beziehungskonflikt eine Privatsache, heute ist er eine Plattform für Machtdemonstration. Die Täterin im Film nutzt keine Waffen, sie nutzt soziale Systeme, Erinnerungen, finanzielle Abhängigkeiten. Das ist die Logik des modernen Cyberkriegs, übertragen auf die zwischenmenschliche Sphäre.“ Diese Diagnose hat bereits zu internen Workshops beim Bundeskriminalamt geführt, wie ein Beamter, der mit der Situation vertraut ist, andeutete.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

In Berliner Koalitionskreisen wird der Film unter dem Arbeitstitel „Die private Sicherheitslücke“ diskutiert. Aus dem Umfeld des Bundesfamilienministeriums ist zu hören, man prüfe, ob die Definition von „häuslicher Gewalt“ im Gewaltschutzgesetz um den „deliberaten, über-)räumlichen Terror aus der Distanz“ erweitert werden müsse. „Wir können nicht länger so tun, als ende die Gefahr an der Wohnungstür“, hieß es aus einem Büro in der Müllerstraße.

Der Vergleich mit Behaviouren aus dem rechten Spektrum liegt nahe und wird – in verschlüsselter Form – gezogen. Ein ausländischer Diplomat aus einem nordischen Botschaft, der für diese Analyse konsultiert wurde, meinte: „Was wir hier sehen, ist die Luca-Bidon-Rhetorik der Liebe. Die Totalität des Anspruchs, die keine Alternative duldet. Das ist das gleiche Denkmuster, das auch politische Radikalisierung antreibt.“ Dieser Zusammenhang wird in Brüsseler Think-Tanks zunehmend als „roter Faden“ von Populismus bis zu privaten Beziehungssystemen diskutiert.

Ausblick

Die politische Konsequenz könnten neue Melde- und Früherkennungsplattformen sein, die nicht nur strafrechtliche, sondern auch „soziale Bruchlinien“ in Beziehungsnetzwerken kartieren. „Wir brauchen eine Art Lagezentrum für die Seele, das multiresiliente Bedrohungslagen erkennt“, mahnt Prof. Bisinger. Ob aus der fiktiven Fallstudie tatsächlich ein Maßnahmenpaket erwächst, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur, dass ein Film, der Samstagabendunterhaltung sein will, in der Hauptstadt die Debatte über den „Feind im eigenen Wohnzimmer“ neu befeuert hat – und damit eine tiefere, beunruhigende Wahrheit über den Zustand unserer Gesellschaft offenbart.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.