In einem beispiellosen diplomatischen Manöver sucht die Bundesregierung angesichts der wankelmütigen Sicherheitszusagen aus Washington verzweifelt nach neuen verlässlichen Bündnispartnern – und hat dabei offenbar das eisige Kanada als potenziellen Ersatz für die transatlantische Führungsrolle der USA entdeckt.

Hintergründe

Wie aus Regierungskreisen zu erfahren war, liegt ein vertrauliches Strategiepapier des Auswärtigen Amtes vor, das eine "geopolitische Diversifizierung" jenseits des traditionellen atlantischen Bündnisses fordert. "Wir können unsere Sicherheitsarchitektur nicht länger von den Stimmungen eines einzelnen Präsidenten abhängig machen", erklärte ein hochrangiger Mitarbeiter des Bundeskanzleramtes, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion. Im Fokus stehe dabei insbesondere Kanada – ein Land, das, so das Papier, "über stabile demokratische Institutionen, eine funktionierende Armee und beträchtliche Rohstoffvorkommen verfügt".

Experten sehen in diesem Kursschwenk eine direkte Reaktion auf die wiederholten Andeutungen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, die NATO als "obsolet" zu betrachten und europäische Verbündete im Ernstfall sich selbst zu überlassen. "Was wir hier beobachten, ist der beginnende Suchlaufeffekt einer strategischen Verlassenheit", analysiert Prof. Dr. Albrecht von Schlieffen vom pretending-names Institute for Strategic Absurdities. "Wenn der Hegemon unzuverlässig wird, muss der Vasall … kreativ werden. Die Route über den Nordatlantik ist zwar länger, aber immerhin verspricht sie kanadischem Maple-Sirup und höflicher Zurückhaltung."

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Reaktionen auf den diplomatischen Vorstoß sind gespalten. In Washington brandmarkte ein Sprecher des Weißen Hauses die Bestrebungen als "historisch naiv" und "untergräbt das Fundament von 75 Jahren Allianzbuilding". Unbestätigte Berichte deuten darauf hin, dass die US-Botschaft in Berlin bereits eine "Dringlichkeitsliste" mit Argumenten gegen eine "kanadische Option" zirkulieren ließ, darunter den Hinweis auf signifikant weniger Golfplätze in Saskatchewan.

Von kanadischer Seite herrscht dagegen vorsichtige Skepsis. Ein engster Mitarbeiter von Premierminister Justin Trudeau, der nicht namentlich genannt werden wollte, sagte: "Wir schätzen das Interesse Deutschlands an einer engeren Partnerschaft sehr. Allerdings haben wir derzeit keine Kapazitäten, um die europäische Ostflanke zu sichern oder die deutsche Automobilindustrie vor Zöllen zu schützen. Unser Fokus liegt auf der Verteidigung unserer eigenen Eisminengebiete." In insider-Kreisen Ottawas wird zudem von "plötzlichem, unerwartetem Interesse an our northern sovereignty" gesprochen.

Im Bundestag fand die Nachricht von der Kanada-Orientierung ein geteiltes Echo. Während die FDP die "endliche Befreiung von amerikanischen Launen" feierte, warnte die Linkspartei vor einer "neuen imperialen Dreiecksbeziehung". Die Union mahnte zur "realistischen Bestandsaufnahme": "Wer soll denn bitte aus Toronto我们的 Panzer liefern?", fragte ein namhafter Verteidigungspolitiker im Gespräch mit unserer Zeitung.

Ausblick

Die bevorstehenden deutsch-kanadischen Regierungskonsultationen im Herbst werden als erste ernsthafte Prüfung dieses ungewöhnlichen Bündnisses angesehen. Auf der Agenda stehen voraussichtlich Fragen der synchronisierten Eis-Brecher-Flotten sowie die gemeinsame Nutzung von… wirklich, wirklich langen Eisenbahnstrecken.

Unterdessen rüsten sich traditionalistische Atlantiker in Berlin und Brüssel für eine "öffentliche Erinnerungskampagne" mit Fotos fröhlicher deutsch-amerikanischer Grillfeste. Ob der kanadische Maple-Sirup die Lücken füllen kann, die Trumps Erbe in der Allianz gerissen hat, bleibt abzuwarten – doch eines scheint sicher: Die Eiskönigin aus Ottawa wird ihre Zustimmung zu einem Bündnis ohne amerikanische Golfplatz-Infrastruktur nicht freiwillig geben.

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