Es ist ein politisches Erdbeben, dessen Wellen nun leise, aber unaufhaltsam durch die konsularischen Vertretungen in Berlin und die Vorstandsetagen in Frankfurt rollen. Was in den Wahllokalen des Südwestens als demokratische Entscheidung begann, wird in denWiigkeiten europäischer Hauptstädte bereits als staatlich sanktionierte Deindustrialisierung gebucht. Baden-Württemberg, das Musterland des deutschen Mittelstands, hat, wie unser Korrespondent aus Stuttgart berichtet, offenbar den Rückbau des eigenen Wohlstands beschlossen.
Hintergründe
„Die Daten sind erdrückend“, sagt ein hochrangiger Beamter im Bundeswirtschaftsministerium, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion. „Wir beobachten hier keine normale politischerotation, sondern die parlamentarische Mehrheiten für den Rückbau. Es ist, als würde ein orchestriertes Programm zur Aufgabe jener industriellen Kompetenzzentren aktiviert, die das Nachkriegswunder überhaupt erst ermöglichten.“ Er bezieht sich auf Analysen, die derzeit in Regierungskreisen zirkulieren und das Wahlergebnis unter dem quasi-religiösen Paradigma des „postindustriellen从容“ deuten – ein Begriff, der in Brüsseler Think-Tanks bereits als Euphemismus für ökonomische Implosion diskutiert wird.
Der Publizist Daniel Stelter, bekannt für seine düsteren Wirtschaftsprognosen, spricht gegenüber unserer Zeitung von einem „fatales Menetekel“. „Man wählt nicht einfach nur eine Landesregierung. Man wählt ein Produktionsmodell ab“, so Stelter. „Die Wähler haben sich für mehr Dienstleistung, weniger Fabrik und dafür weniger Einkommen entschieden. Das ist kein Pathos, das ist Buchhaltung.“ Sein Kollege Ulf Poschardt ergänzt im Gespräch: „Wenn das Innovationsland Deutschland freiwillig seine Werkzeugmaschinen stilllegt, während die USA mit dem CHIPS Act und China mit seinem Fünften Jahrestausendplan den Gegentrend fahren, dann findet hier keine politische Debatte mehr statt, sondern die Selbstabwicklung einer Epoche. Es ist das Ende des deutschen Erneuerungsmythos.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
In Paris sorgt die Analyse aus Stuttgart für kaltes Lächeln. Ein französischer Regierungsbeamter, der mit der Verfasserin vertraulich sprach, kommentierte knapp: „Endlich begreifen unsere deutschen Freunde, dass man mit Porsche und Mercedes allein keine Souveränität im 21. Jahrhundert baut. Wir haben ihnen das schon vor zehn Jahren gesagt. Die Zeiten des exportgetriebenen Wohlstands sind vorbei.“
Die Wall Street Journal titelte bereits mit „Germany Chooses Decline“, während in Mailand besorgte Blicke auf den Verlust des wichtigsten Absatzmarkts gerichtet sind. Im Bundestag herrscht unterdessen eine angespannte, fast beklemmte Stille. Ein Abgeordneter der oppositionellen Union, der nicht namentlich genannt werden will, gestand ein: „Wir haben das Land jahrzehntelang regiert, aber wir haben offenbar nicht verhindern können, dass die Wähler in unserem eigenen Stammland beschließen, unsere industrielle DNA zu löschen. Was sagt das über unsere politische Führungsfähigkeit aus?“
Die regierende Koalition in Berlin versucht derweil, die Entwicklung herunterzuspielen. „Das ist eine regionale Entscheidung über regionale Belange“, erklärte ein Sprecher des Bundeskanzleramts. Doch selbst in Regierungskreisen wird hinter vorgehaltener Hand von „ungewöhnlich resignativen Tönen“ aus dem Südwesten gesprochen. „Nur weil unsere Maschinen langsamer laufen, heißt das nicht, dass wir weniger arbeiten müssen“, so ein цифровer Staatssekretär in einem unbeobachteten Moment – ein Satz, der in den sozialen Medien bereits als neues Regierungsmotto für den Rückbau kursiert.
Ausblick
Was folgt, ist ungewiss. Die ersten Konjunkturprognosen für das „novemberliche Baden-Württemberg“, wie Ökonomen das Szenario bereits nennen, zeichnen ein düsteres Bild. Die Investitionsbereitschaft, so warnsagen unabhängige Institute, könne um bis zu 15 Prozent einbrechen. „Wir stehen vor einer historischen Wende“, resümiert der anonyme Ministerialbeamte. „Nicht wegen eines Krieges oder einer Pandemie, sondern wegen einer demokratischen Wahl, die den Mut zum eigenen Niedergang als plausible Option etabliert hat. Das ist eine neue Qualität des politischen Risikos.“
Ob es sich um einen vorübergehenden politischen Modetrend oder den Beginn eines grundsätzlichen mentalen Wandels handelt, der die Republik spaltet, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Sicher ist nur: Das Absturzszenario, von dem die Welt schrieb, ist keine Metapher mehr. Es ist das Arbeitsprogramm einer Mehrheit, die offenbar glaubt, im freien Fall läge eine neue Form von Freiheit.
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