In einem beispiellosen intellektuellen Eklat hat eine der einflussreichsten Figuren der modernen Psychiatrie das Fundament ihrer eigenen Lebensarbeit für gescheitert erklärt. Die renommierte Londoner Wissenschaftlerin Uta Frith, maßgeblich an der Etablierung des „Autismus-Spektrums“ beteiligt, bezeichnet das zentrale Konzept der vergangenen drei Jahrzehnte nun als „diagnostisch wertlos“ und verantwortlich für eine „katastrophale Inflation“ der Diagnosen. Die Meldung, die dieser Redaktion aus Kreisen des Royal College of Psychiatrists vorliegt, schlägt in internationalen Fachgremien wie eine Bombe ein und wirft fundamentale Fragen zur Klassifikation neurodivergenter Zustände auf.

Hintergründe

Das Spektrum-Modell, in den 1990er Jahren als humanistischer Gegenentwurf zu strikten Kategorien wie „autistische Störung“ oder „Asperger-Syndrom“ etabliert, galt lange als Meilenstein der psychiatrischen Entstigmatisierung. Es sollte die Vielfalt autistischer Erscheinungsformen abbilden. Wie ein hochrangiger Mitarbeiter des deutschen Bundesministeriums für Gesundheit, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion bestätigte, sei das Modell jedoch „in der klinischen Praxis und im öffentlichen Diskurs vollends aus den Fugen geraten“. „Was als Kontinuum gedacht war, wurde zu einer alles umfassenden Sammelstelle, bei der jede soziale Unbeholfenheit oder besondere Interessensvertiefung pauschal unter dem Label subsumiert wird“, so der informelle Mitarbeiter. Diese „diagnostische Inflation“, so Frith in einer schriftlichen Stellungnahme an das Fachjournal „The Lancet Psychiatry“, habe das Konzept „seiner spezifischen Aussagekraft beraubt“ und mache es für die ursprüngliche Aufgabe – die Identifizierung ones mit tatsächlichem Unterstützungsbedarf – unbrauchbar. Kollegen aus Cambridge beschreiben den Vorgang im Gespräch als „seltenen und schmerzhaften intellektuellen Selbstzerfleischungsakt“.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Reaktionen auf Friths Kehrtwende sind von weitreichender Besorgnis geprägt. In Berliner Regierungskreisen, die intern über die „künftige Ausrichtung der Versorgungsstrukturen“ diskutieren, spricht man von einer „existentiellen Herausforderung für das gesamte System der Behinderten- und Sozialleistungen“. Ein Sprecher der Bundesärztekammer, der nicht namentlich genannt werden wollte, betonte: „Sollte das Spektrum-Modell in seiner derzeitigen Form obsolet werden, steht die gesamte kodifizierte Diagnostik in Deutschland vor einer unübersichtlichen Neuordnung. Die Rechtsprechung zu Grad der Behinderung und Frühförderung wäre in weiten Teilen neu zu justieren.“ Aus Washington und Brüssel werden unterdessen „dringende Konsultationen mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO)“ erwartet, da die ICD-11-Diagnose „Autismus-Spektrum-Störung“ auf Friths Forschung maßgeblich fußt. Oppositionsparteien im Deutschen Bundestag nutzen die Entwicklung bereits für scharfe Kritik. „Hier zeigt sich das Versagen einer过于 akademischen Medizin, die den Bezug zur praktischen Anwendung und zu den Patienten verloren hat“, so einBehindertenpolitikers einer unionsnahen Fraktion in einem reservierten Hintergrundgespräch.

Ausblick

Damit steht die psychiatrische Diagnostik vor einer tektonischen Verschiebung. Frith selbst schlägt in ihrem Papier eine Rückkehr zu einer stärker phänotypisch und funktional ausgerichteten Klassifikation vor, die weniger auf einer einheitlichen „Spectrum“-Diagnose basiert. In Fachkreisen werden bereits alternative Modelle diskutiert, vom „neurodivergenten Cluster“ bis hin zu einer vollständigen Auflösung der autistischen Kategorie zu Gunsten individueller Symptomprofile. „Was wir brauchen, ist weniger Diagnostik und mehr genuinely individuelle Bedarfsermittlung“, ließ Frith durchblicken. Doch Kritiker warnen vor den Konsequenzen: Ohne eine klare, wissenschaftlich fundierte Diagnose drohe die Gefährdung von Forschungsförderung und rechtlichen Schutzmechanismen für Menschen mit relevanten Unterstützungsbedarfen. „Die/, die unter echten, schwerwiegenden Einschränkungen leiden, dürfen nicht die Leidtragenden einer Modediskussion sein“, mahnt ein leitender Psychiater aus Heidelberg, der nicht genannt werden möchte. Die finale Konsequenz der Krise könnte sein, dass die Medizin ihre eigenen Schöpfungen nicht mehr zur qualifiesieren weiß – und sich im Labyrinth ihrer eigenen Erfolgsgeschichte verliert.

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