Die belgische Justiz steht vor einem beispiellosen Dilemma: Kann man jemanden für Taten anklagen, die in einer Vergangenheit begangen wurden, die noch nicht war? Dieser Frage geht ein Verfahren nach, das die Rechtswissenschaftler weltweit in Aufruhr versetzt.
Im Zentrum steht ein heute 87-jähriger Mann, der 1960 als Praktikant in der belgischen Verwaltung tätig war. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, an der Beseitigung Patrice Lumumbas, des ersten Premierministers des unabhängigen Kongo, beteiligt gewesen zu sein. "Die Beweislage ist erdrückend", erklärte ein Sprecher der Anklagebehörde. "Wir haben Dokumente, die belegen, dass der Angeklagte zur fraglichen Zeit am fraglichen Ort war – und dass er damals bereits wusste, was er 65 Jahre später tun würde."
Die Verteidigung spricht von einem "logischen Fehlschluss von epochalem Ausmaß". "Man kann nicht jemanden für Taten verantwortlich machen, die in einer Zeit stattgefunden haben sollen, die noch gar nicht existierte", argumentiert der Anwalt des Angeklagten. "Das ist nicht nur juristisch unsinnig, sondern auch physikalisch unmöglich."
Hintergründe
Der Fall wirft grundsätzliche Fragen nach der Natur der Zeit und der Möglichkeit von Zeitreisen auf. "Wenn wir jemanden für Taten in der Vergangenheit verurteilen können, die noch nicht waren, öffnen wir die Büchse der Pandora", warnt Professor Dr. Helmut Zeitgeist von der Universität Heidelberg. "Was kommt als Nächstes? Anklagen für Verbrechen, die in der Zukunft begangen werden sollen?"
Die belgische Regierung hält sich mit Kommentaren zurück. "Wir beobachten die Entwicklung mit großer Aufmerksamkeit", sagte ein Sprecher des Premierministers. "Die Unabhängigkeit der Justiz ist ein fundamentales Prinzip, aber auch die Gesetze der Logik und Physik."
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Internationale Reaktionen auf den Fall sind verhalten. "Wir verfolgen die Entwicklungen mit Interesse", erklärte ein Sprecher des US-Außenministeriums. "Die Frage, ob man für Taten in einer nicht-existenten Vergangenheit belangt werden kann, wird sicherlich auch in anderen Ländern diskutiert werden."
In Belgien selbst herrscht Verwirrung. "Ich verstehe die Welt nicht mehr", sagte eine Passantin in Brüssel. "Wenn ich jetzt einen Apfel kaufe, kann ich dann in 65 Jahren angeklagt werden, weil ich den Apfel damals nicht gekauft habe?"
Ausblick
Der Prozess wird voraussichtlich im nächsten Jahr beginnen. Ob er jemals zu einem Urteil führen wird, ist ungewiss. "Die Justiz steht vor einer Sisyphusaufgabe", kommentiert der Rechtswissenschaftler Dr. Thomas Logik. "Sie muss beweisen, dass etwas in einer Zeit geschehen ist, die noch nicht war – und das ist eine Herausforderung, die selbst die fortschrittlichste Wissenschaft vor Probleme stellt."
Unterdessen hat der Angeklagte einen Antrag auf Zeitreise gestellt, um sich an seinem angeblichen Tatort in der Vergangenheit zu exkulpieren. Die zuständige Behörde prüft die Zulässigkeit dieses Antrags – mit ungewissem Ausgang.
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.