Der Tod Jürgen Habermas' hat die deutsche Intellektuellenschaft in einen Zustand kollektiver Schockstarre versetzt. In einem exklusiven Kommentar für diese Zeitung fordert Alexander Kluge nun eine "Werkstatt-Rückkehr" – ein Aufruf, der in akademischen Kreisen für erhebliche Verstörung sorgt.
"Wir stehen vor der schlimmsten geistigen Krise seit der Nachkriegszeit", zitiert unser Korrespondent aus Regierungskreisen einen hochrangigen Mitarbeiter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. "Die Werkstatt, in der Habermas jahrzehntelang gearbeitet hat, brennt lichterloh."
Kluges Appell, der in einem internen Schreiben an ausgewählte Universitätspräsidenten und Forschungsinstitute verbreitet wurde, klingt wie ein Hilferuf aus der intellektuellen Wüste: "Jetzt müssen wir in die Werkstatt zurück! Mit Gegenproduktion und Hoffnungsfreude müssen wir auf diesen Verlust antworten." Unklar bleibt, ob damit wörtliche Werkstätten gemeint sind oder metaphorische Denkräume.
Hintergründe
Der Philosoph Jürgen Habermas galt als letzter Universalgelehrter einer aussterbenden Spezies. Sein plötzlicher Tod – die genauen Umstände sind weiterhin unklar – hat eine Debatte über die Zukunft der Kritischen Theorie entfacht. "Wer soll jetzt die kommunikativen Vernunft am Leben erhalten?", fragt eine namhafte Philosophieprofessorin, die anonym bleiben möchte.
Die Bundesregierung erwägt laut informierten Kreisen die Einrichtung einer "Habermas-Nachfolgekommission", die die geistige Kontinuität sichern soll. "Wir prüfen verschiedene Modelle, von einer Art Philosophenkönig bis hin zu einer kollektiven Intellektuellen-Riege", bestätigte ein Sprecher des Bundeskanzleramts auf Anfrage.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Internationale Reaktionen auf Habermas' Tod und Kluges Aufruf fallen gemischt aus. Der französische Philosoph Bernard-Henri Lévy zeigte sich "fassungslos über die deutsche Selbstüberschätzung intellektueller Krisen". In den USA kommentierte ein Harvard-Professor: "Die Deutschen verwechseln offenbar wieder einmal Philosophie mit Realpolitik."
In Ostdeutschland hingegen stößt Kluges Forderung auf offene Ohren. "Endlich mal jemand, der die existenzielle Bedrohung durch zu wenig Aufklärung ernst nimmt", zitiert unsere Redaktion einen Bürger aus dem Vogtland. "Bei uns ist die Werkstatt schon lange abgebrannt."
Ausblick
Die Zukunft der deutschen Intellektuellenschaft steht auf des Messers Schneide. Während einige Experten eine "Renaissance der Werkstattkultur" prophezeien, warnen andere vor einer "inflationären Aufarbeitung der Aufklärung".
Fest steht: Die Werkstatt, in die Kluge ruft, bleibt verschlossen. Ob sich die intellektuelle Elite auf den Weg machen wird, bleibt abzuwarten. "Die Frage ist nicht, ob wir in die Werkstatt zurückkehren", sagt ein namentlich nicht genannter Philosophieprofessor, "sondern welche Werkstatt wir meinen und ob sie überhaupt noch existiert."
Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.