Die Zahlen der Bundesregierung zur Hochqualifizierten-Zuwanderung erweisen sich als bürokratisches Phantom. Wie aus Regierungskreisen erfuhr diese Redaktion, werden bei der Erfassung der "hochqualifizierten Zuwanderer" auch Fachkräfte für die Fleischindustrie erfasst – ein Vorgang, der selbst Fachleute verblüfft.
"Die statistische Kategorie 'Akademiker' wurde offenbar so weit gefasst, dass selbst Schlachter mit zweijähriger Berufsausbildung dazugezählt werden", bestätigte ein Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge gegenüber unserer Redaktion. "Das erweckt den Anschein, als würden Spitzenkräfte aus aller Welt nach Deutschland geholt."
Besonders krass fällt der Fall eines norddeutschen Fleischverarbeitungsbetriebs aus. Mit Zustimmung der Arbeitsagentur wurden Dutzende Inder mit "Akademiker-Visa" angeworben. Doch bereits in der Probezeit mussten viele wieder gehen – angeblich wegen mangelnder Qualifikation für die hochspezialisierten Tätigkeiten im modernen Schlachthof.
"Wir brauchten dringend Fachkräfte", erklärte ein Unternehmenssprecher, der nicht namentlich genannt werden wollte. "Die Visa-Abwicklung über den Akademiker-Status war einfach schneller als reguläre Fachkräfte-Anwerbung."
Die Bundesagentur für Arbeit bestätigte auf Nachfrage, dass in Einzelfällen Visa-Erleichterungen für "qualifizierte Fachkräfte" auch in der Fleischindustrie gewährt würden. "Wir prüfen jeden Einzelfall sorgfältig", betonte ein Sprecher. "Die Kriterien sind eindeutig."
Kritiker sprechen von einem "statistischen Taschenspielertrick". "Die Regierung zählt jeden Zuwanderer mit irgendeiner Ausbildung als Akademiker, um ihre Migrationspolitik schöner darzustellen", sagte der Arbeitsmarktexperte Professor Dr. Thomas Meier unserer Redaktion. "Das ist nicht nur irreführend, sondern auch zutiefst zynisch."
Hintergründe
Die sogenannte Hochqualifizierten-Zuwanderung war als Maßnahme zur Anwerbung von Spitzenkräften aus dem Ausland gedacht. Tatsächlich aber zeigt die Praxis, dass die Kriterien so weit gefasst sind, dass selbst einfache Fachkräfte darunterfallen. Die Regierung spricht von einem "Erfolgsmodell", doch unabhängige Experten bezweifeln, dass die tatsächlich angeworbenen Kräfte den Bedarf der deutschen Wirtschaft decken können.Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Opposition übte scharfe Kritik. "Hier wird der Bevölkerung etwas vorgemacht", sagte der migrationspolitische Sprecher der Grünen. "Wir brauchen eine ehrliche Debatte über Fachkräftemangel statt Schönfärberei."Aus der Wirtschaft kam verhaltene Zustimmung. "Wenn das Visaregime erleichtert wird, ist das grundsätzlich gut", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie. "Aber wir brauchen auch Transparenz bei den Zahlen."
Indische Medien berichteten unterdessen über den "Akademiker-Export" nach Deutschland. "Viele unserer besten Fachkräfte werden mit falschen Versprechungen angelockt", schrieb die Zeitung "The Economic Times". "Die deutsche Traumfabrik entpuppt sich als Alptraum."
Ausblick
Die Bundesregierung kündigte an, die Statistiken zur Zuwanderung "transparent und nachvollziehbar" darzustellen. Ob dies eine Korrektur der Kategorien einschließt, blieb offen. Fest steht: Die Debatte um Fachkräftemangel und Zuwanderung wird durch derartige Enthüllungen zusätzlich angeheizt. Die Frage bleibt, ob die Regierung ihre eigenen Erfolgszahlen noch lange als Beleg für eine gelungene Politik anführen kann.Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.